1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Eine Kooperation von vhs, Jüdischer Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, Museum Emschertal, Stadtarchiv Herne, Stadtbibliothek Herne und Eine Welt Zentrum Herne

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltungen noch immer die Regeln der Corona-Schutzverordnung gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer FFP2- oder medizinischen (bzw. OP-) Maske sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette. 

Info: Jüdisches Leben in Deutschland schien nach den furchtbaren Ausmaßen der Shoah lange Zeit kaum vorstellbar. Die meisten Mitglieder der kleinen Nachkriegsgemeinden waren bis in die dritte Generation hinein in Deutschland stets bereit, das Land der Täter*innen zu verlassen. Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts wurde die Bundesrepublik Deutschland in den 1990er Jahren Ziel für jüdische Immigrant*innen aus der ehemaligen Sowjetunion. Heute sind sich viele - neben Skepsis und einer aus den Erfahrungen der Vergangenheit gespeisten Wachsamkeit für öffentliche Stimmungen - bewusst, dass Jüd*innen seit nahezu 2000 Jahren die Kultur des europäischen Raums entscheidend mitgestaltet haben.

"Vom Neid zum Hass!" Jüdische Beiträge zu Kultur und Gesellschaft und der Geist des Antisemitismus' vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Vortrag und Diskussion

Die Geschichte des Judentums in Deutschland begann vor ca. 1700 Jahren. Mit dem spätrömischen Reich entstanden am Rhein Zentren jüdischer Gelehrsamkeit. Im Mittelalter wurden diese Stätten Opfer des christlichen Antijudaismus: Man verfolgte die Juden als "Christusmörder" und schrieb ihnen allerlei Verbrechen zu. Auf dem Kapitalmarkt der Neuzeit reüssierten - neben calvinistischen - auch jüdische Bankhäuser (Rothschild). Für wirtschaftliche Krisen wurden deshalb die Juden verantwortlich gemacht. Im Laufe des 19. Jahrhundert prägten immer mehr jüdische Künstler (wie Heine, Meyerbeer, Mendelsohn) die Kulturszene. Die Kaffeehausszene der deutschsprachigen Metropolen Berlin, Prag, Wien und Budapest war bürgerlich-jüdisch geprägt. Denker wie Fichte und Musiker wie Wagner definierten ihre deutsche Nation in Abgrenzung zum (erfolgreichen und assimilierten) Judentum. Um 1900 - in einer Zeit in der jüdische Wissenschaftler (Einstein) und Künstler (Mahler) reüssierten - bekam der Antisemitismus "biologisch-wissenschaftliche Züge". Während völkische Literaten den Weg in Richtung Nationalsozialismus markierten, gab es reichlich kritische Geister im Judentum, die in Literatur, Film (u.a. „Stadt ohne Juden“) und Wissenschaft (Freud) warnend ihre Stimmen erhoben.

Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Regeln der Corona-Schutzvorgaben wirksam sein können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.
Wenn die Veranstaltung in Präsenz nicht stattfinden kann, wird sie Online durchgeführt.  

 2011    Donnerstag, 16.09., 19.00 - 21.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Torsten Reters

Das Judentum - Eine Einführung in Glauben und Glaubenspraxis

Eine Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen

Der gläubige Jude lebt in dem Bewusstsein, dass der Mensch als Ebenbild Gottes erschaffen wurde und die Aufgabe erhalten hat, Partner Gottes in der Schöpfung und ihr Bewahrer zu sein. Hierfür ist es notwendig, sich und die eigene Lebensweise zu heiligen und Gerechtigkeit und Frieden zu bewirken. Gottes Wort zu erforschen ist Voraussetzung, um Seinen Willen erfüllen zu können und so das Leben zu bewahren. Der Vortrag geht darauf ein, wie diese Motive in der Glaubenspraxis umgesetzt werden. Wer seine Kenntnisse vertiefen möchte, kann das auch "vor Ort" tun. Im Rahmen einer Führung durch die Synagoge in Bochum mit Herrn Dr. Michael Rosenkranz (siehe Kursnr.: 2015).
Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Regeln der Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
 
2012    Donnerstag, 23.09., 18.30 - 20.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Michael Rosenkranz

 

Der Malerpoet Marc Chagall

Bebilderter Vortrag

Marc Chagall (1887-1985), dessen jüdischer Geburtsname "Moishe Segal" lautete, war ein sehr fantasievoller Künstler, seine farbenreichen Bilder erscheinen märchenhaft, ungewöhnlich, überirdisch. Chagall stammte aus Weißrussland aus einer einfachen jüdischen Familie, er verbrachte aber die größte Zeit seines Lebens in Frankreich. Die Inhalte seines Werkes, für das Chagall die heimatliche russische Volkskunst detailreich mit Elementen der Avantgardekunst mischte, waren stets auch mit seinem Leben eng verknüpft. Chagall malte in seinem ganz eigenen Stil nostalgische Kindheitserinnerungen, heitere Szenen und verträumte Liebespaare, ebenso biblische Darstellungen. Wie kaum ein anderer Künstler thematisierte er seine jüdische Herkunft und die alten Traditionen, u.a. die Häuser und Menschen seines Schtetls, die Rabbiner und die Thorarolle oder die mystische Figur des Geigers. Darüber hinaus widmete er sich auch der christlichen Symbolik. Der Vortrag stellt anhand vieler Bildbeispiele das turbulente Leben Chagalls und sein Werk vor, das poetisch seine Träume widerspiegelt. Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt  der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.  
 
2020    Dienstag, 28.09., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Birgit Poppe

 

Das Judentum - Feste und Feiertage

In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen

Der jüdische Festtagskalender besteht aus acht Feiertagen, die mit der Thora gegeben wurden und die das landwirtschaftliche Jahr, das Leben des einzelnen Menschen und den Entwicklungsweg des Volkes Israel wiedergeben. Dazu kommen mehrere nachbiblische Feste, die durch die Geschichte ihre Bedeutung erlangt haben.
Was es also mit den jüdischen Festen und Feiertagen auf sich hat, wo ihre Wurzeln liegen und nicht zuletzt auch wie sie bis heute gefeiert und gewürdigt werden, ist Inhalt des vielschichtigen Vortrags.  
Wer seine Kenntnisse zum jüdischen Glauben vertiefen möchte, kann das auch "vor Ort" tun. Am Donnerstag, dem 07. Oktober 2021 (Kursnr.: 2015) bieten wir eine Exkursion zur Synagoge in Bochum an.
Auch hier wird Dr. Michael Rosenkranz sich Zeit für uns nehmen und die Führung leiten.
Ohne vorherige Anmeldung in den Geschäftsstellen der vhs Herne (Tel.: 02323/16 3584 oder 16 2920) ist eine Teilnahme an der Führung nicht möglich. Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Regeln der Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (Innenbereich) sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
 
2014    Donnerstag, 30.09., 18.30 - 20.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Michael Rosenkranz

Verfemt und vergessen - Jüdische Malerinnen aus Deutschland

Bebilderter Vortrag

Viele deutsche Künstlerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts noch sehr angesehen und erfolgreich waren, sind heute längst vergessen. Die nationalsozialistische Diktatur setzte nicht nur der künstlerischen Karriere dieser talentierten Frauen ein Ende, sondern sie wurden meist verfolgt, vertrieben oder sogar umgebracht. Bis dahin lebten sie in Großstädten wie Berlin oder engagierten sich in ländlichen Malerkolonien - manchmal sogar beides, wie die Berlinerinnen Clara Arnheim und Julie Wolfthorn, Mitbegründerinnen des "Hiddenseer Künstlerinnen­bundes". Beide Malerinnen starben wie andere auch nach ihrer Deportation im KZ Theresienstadt. Einige Künstlerinnen hingegen verließen Deutschland, so die Porträtistin Lotte Laserstein, die 1937 nach Schweden auswanderte. So widmet sich dieser Vortrag dem Schicksal dieser Malerinnen und stellt ihr Schaffen vor, um ihren wichtigen Platz in der Kunstgeschichte zu unterstreichen. Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.  
 
2021    Dienstag, 05.10., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Birgit Poppe

 

Al Andalus: Christliches, jüdisches und islamisches Leben im maurischen Spanien

Vortrag mit Diskussion

Im frühen Mittelalter eroberten die Mauren weite Teile der iberischen Halbinsel; die hochentwickelte orientalische Zivilisation breitete sich rasch aus. Córdoba wurde zu einem Kalifat und avancierte zur Weltmetropole. Die Wirtschaft florierte und zog zahlreiche Migranten an. Es lebten christliche, jüdische und muslimische Menschen aus Europa, Asien und Afrika in al Andalus - eine multikulturelle Gesellschaft par excellence. Wie funktionierte das Zusammenleben? Ist es ein Beispiel für Europa im 21. Jahrhundert? Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.  
 
2019    Mittwoch, 06.10., 18.30 - 20.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Stefan Roggenbuck

 

Exkursion: Zur Synagoge in Bochum

Eine Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen

Für die heutige, neue Synagoge wurde Ende 2005 der Grundstein gelegt. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren wurde sie im Dezember 2017 feierlich eröffnet - ein bedeutendes Ereignis für die Gemeinde, aber auch für die Städte Bochum, Herne und Hattingen.
Während der Führung wird auf die architektonischen Besonderheiten der Synagoge und ihre tiefe Symbolik eingegangen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Innenraum, der eigentlichen Synagoge, mit dem Thoraschrein und den Thorarollen. Hier ist das Zentrum des jüdischen Glaubens.   
Die jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen zählt heute über 1000 Mitglieder und ist somit die zweitgrößte Gemeinde in Westfalen. Das lebendige Gemeindeleben reicht von religiösen Veranstaltungen und Feierlichkeiten über den Religionsunterricht und bei Bedarf die soziale Begleitung von Gemeindemitgliedern bis hin zu Weiterbildungsangeboten und Veranstaltungen, die, über die Gemeinde hinaus, für alle Mitbürger*innen, offen sind.
Bitte beachten Sie auch die Vortragsveranstaltungen am 23. September 2021 (Kursnr.: 2012) und 30. September 2021 (Kursnr.: 2014) im Vorfeld der Exkursion zur Einführung in Glauben und Glaubenspraxis des Judentums bzw. zu Festen und Feiertagen. Sie sind eine gute Vorbereitung auf die Exkursion.   
Eine vorherige Anmeldung zum Besuch in der Synagoge in den Geschäftsstellen der vhs (Tel.: 02323/16 3584 oder 16 2920) ist unbedingt erforderlich!
Für die Fahrt nach Bochum und zurück nutzen wir den ÖPNV (U35). Im Entgelt von 7.- EUR sind die Kosten für Fahrt/Führung bereits enthalten.
Treffpunkt am Veranstaltungstag: 15.00 Uhr, Eingang (überirdisch) zur U-Bahn-Station U35 (Richtung Bochum) "Archäologisches Museum".
Die Führung in der Synagoge umfasst zwei Zeitstunden. Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Regeln der Corona-Schutzverordnung gelten  können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (ÖPNV und Synagoge) sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
 
2015    Donnerstag, 07.10. , 16.00 - 18.00 Uhr
    Entgelt: 7,- EUR
    Treffpunkt: 15.00 Uhr, U35 Station
    "Archäologisches Museum" (überirdisch), Richtung Bochum
    Erich-Mendel-Platz 1, 44791 Bochum
    Dr. Michael Rosenkranz, Heike Bandholz

Jerusalem - Kulinarisch vegetarische Begegnung der Kulturen

Jerusalem ist ein kultureller und kulinarischer Schmelztiegel. Einwanderer aus Europa, USA, Russland sowie dem fernen und mittleren Osten haben die Landesküche geprägt. Mediterrane Zutaten, traditionelle jüdische oder arabische Rezepte und Gewürze mit denen wir den vielfältigen kulturellen Einflüssen und ihren Traditionen geschmacklich folgen werden. Dabei sind alle Rezepte fleischlos, denn die Küche in Jerusalem bietet auch Vegetarier*innen eine große Vielfalt.
Die Lebensmittelumlage von 16,- EUR  ist  in der Kursgebühr bereits enthalten.

Bitte beachten Sie!!
Im Entgelt der Kochkurse ist immer die Gerätenutzungspauschale enthalten. Mit dem Entgelt bezahlen Sie zugleich die Lebensmittelumlage (hier: 16,- EUR). Diese wird nur erstattet, wenn eine Stornierung mindestens zehn Tage vor Kursbeginn erfolgt. Durch diese Regelung gibt es eine höhere Planungssicherheit für den Einkauf. Wer bei Kochkursen von den Gebühren befreit ist, muss selbstverständlich die Lebensmittelumlage begleichen. Bitte zahlen Sie das Kochgeld in unseren Geschäftsstellen ein oder geben Sie uns Ihre Bankverbindung an.
Herzlichen Dank!


7327    Montag, 25.10., 18.00 - 21.45 Uhr
    1 x 5 UStd., 30,- EUR
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Diane Haupt

 

Rundgang über den jüdischen Friedhof am Hoverskamp in Herne-Baukau mit dem Leiter des Stadtarchivs der Stadt Herne

Ein Beitrag zur lokalen Veranstaltungsreihe "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Die Geschichte der emanzipierten jüdischen Gemeinde in Herne lässt sich an diesem besonderen Erinnerungsort  -  von der Industrialisierung bis zur Nachkriegszeit - nachvollziehen. Die Grabinschriften machen sichtbar, wie sehr die Herner Juden mit der Gesellschaft, in der sie lebten, verschmolzen waren. Sie waren selbstverständlicher Teil von ihr. Selbst die ältesten erhaltenen Grabsteine sind zweisprachig deutsch und hebräisch beschriftet. Neben der Geschichte über das Leben der jüdischen Mitbürger*innen in Herne wird von der jüdischen Bestattungskultur die Rede sein. Auch wird an Hand von Beispielen erläutert, wie Worte jiddischer Herkunft Einzug in die deutsche Sprache gehalten haben.
Es wird gebeten, dass männliche Besucher zum Rundgang eine Kopfbedeckung tragen. Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-/Nasebedeckung sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
 
2017    Mittwoch, 03.11., 16.00 - 17.30 Uhr
    entgeltfrei
    Treffpunkt: Bahnhofstraße/Ecke Hoverskamp
    Jürgen Hagen

 

Der "Vater der Impressionisten": Camille Pissarro

Bebilderter Vortrag

Camille Pissarro (1830-1903) gehört mit seinen stimmungsvollen Landschaftsbildern, bäuerlichen Szenen und Paris-Bildern zu den bedeutendsten Impressionisten. Er nahm an all ihren Ausstellungen teil. Sein Vorbild war die realistische Landschaftsmalerei von Barbizon, später interessierte er sich auch für den Pointillismus. Pissarro freundete sich mit Monet und Renoir sowie mit Cézanne und van Gogh an. Seine jüdische Herkunft bewirkte letztlich jedoch, dass der sogenannte "Vater der Impressionisten" längst nicht so berühmt wurde wie seine geschätzten Malerkollegen. Der Vortrag berichtet vom bewegten Leben des engagierten Pissarro und seinen Werken.
Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.  
 
2023    Donnerstag, 04.11., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Birgit Poppe

Spuren, Tatorte, Erinnerungen... Ein Stadtrundgang zur Geschichte der Juden in Herne mit dem Historiker Ralf Piorr

Eine Kooperation mit dem Stadtarchiv und dem Emschertal Museum Herne

Die lokalgeschichtliche Arbeit des Historikers Ralf Piorr "stellt uns das Vergangene quasi noch einmal vor die Haustür", urteilte unlängst der Journalist Kai Wiedermann. Beim Stadtspaziergang zur jüdischen Geschichte in Herne wird dieser Aspekt ganz konkret: Es gab im Kaiserreich und in der Weimarer Republik eine selbstbewusste jüdische Gemeinde im Zentrum der Stadt. Und es gibt die Orte dieser Geschichte: der Platz der ehemaligen jüdischen Synagoge, die "arisierten" Häuser und Geschäfte in der Bahnhofstraße und die Ausgangsorte der Deportationen in die Vernichtungslager des Ostens.
Der Stadtrundgang wird ca. zwei Stunden dauern. Treffpunkt ist der Robert-Brauner-Platz. Der Rundgang endet am Shoah-Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz.
Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (bei zu wenig Abstand) sowie Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
 
2018    Montag, 08.11., 16.00 - 18.00 Uhr
    entgeltfrei
    Treffpunkt: Robert-Brauner-Platz  
    Ralf Piorr

 

Authentisch israelisch

Israelische Küche ist Trend! Das ist kein Wunder, denn die Geschmacksvielfalt ist legendär. Dabei ist die Küche stark geprägt von den verschiedenen ethnischen Kulturen. Ob mediterrane Einflüsse, marokkanische, palästinensische, libanesische oder arabische, sie alle haben eine wandelbare aromatische Küche entstehen lassen, in der Humus, Mujadara oder Schawarma sehr beliebt sind. Allgegenwärtig sind Zutaten wie Tahin, Kreuzkümmel oder Feta. Aber auch Koriander, Olivenöl, sonnengereifte Tomaten und frische Kräuter dürfen nicht fehlen.

Die Lebensmittelumlage von 12 ,- EUR  ist  in der Kursgebühr bereits enthalten.

Bitte beachten Sie!!
Im Entgelt der Kochkurse ist immer die Gerätenutzungspauschale enthalten. Mit dem Entgelt bezahlen Sie zugleich die Lebensmittelumlage (hier: 12,- EUR). Diese wird nur erstattet, wenn eine Stornierung mindestens zehn Tage vor Kursbeginn erfolgt. Durch diese Regelung gibt es eine höhere Planungssicherheit für den Einkauf. Wer bei Kochkursen von den Gebühren befreit ist, muss selbstverständlich die Lebensmittelumlage begleichen. Bitte zahlen Sie das Kochgeld in unseren Geschäftsstellen ein oder geben Sie uns Ihre Bankverbindung an.
Herzlichen Dank!


7103    Montag, 08.11., 18.00 - 21.45 Uhr
    1 x 5 UStd., 30,- EUR
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Diane Haupt

 

Ella und Laura - Von den Müttern unserer Väter Lesung von und mit Ana und August Zirner

Eine Kooperation mit dem Literaturhaus Herne Ruhr

August und Ana Zirner beginnen etwa zeitgleich, sich für die Lebensgeschichten ihrer Großmütter zu interessieren: Im Wien zwischen den Weltkriegen leitet Ella Zirner-Zwieback ein nobles Modekaufhaus, das der Vater der jungen Laura Wärndorfer beliefert. Doch begegnen sich die beiden Frauen erst in New York, wohin die Jüdinnen emigrieren müssen...
Vater und Tochter Zirner spüren mit ihrem aktuellen gemeinsamen Buch diesen Frauenleben nach. Und sie zeigen den Einfluss von Vertreibung und lebenslangem Heimweh auf ihre Familiengeschichte auf. (Text: Piper Verlag)   
Der Autor:
August Zirner ist als Schauspieler und Musiker sehr bekannt. Neben Theater-Engagements in Wien, Hannover, Wiesbaden und München wirkte er bisher in über 140 Filmproduktionen mit.    
Die Autorin:
Ana Zirner ist Autorin und Bergsportlerin. Sie machte durch ihre Solotouren in den Bergen - und zuletzt auf dem Colorado River - auf sich aufmerksam.   

Das Buch erscheint am 04. Oktober 2021. Und schon Mitte November sind Vater und Tochter in Herne zu Gast.
 
Eintrittskarten zur Lesung gibt es ab dem 01. Oktober 2021 hier: Buchhandlung im Literaturhaus Herne Ruhr

° telefonisch:    02323/1476714
° per E-Mail:     ticket@literaturhaus-herne-ruhr.de
° persönlich:     Buchhandlung im Literaturhaus, Bebelstr. 18, 44623 Herne (Mo - Fr 09.30 - 18.30 Uhr, Sa 09.30 - 15.00 Uhr)


2016    Montag, 15.11., 19.30 - 21.00 Uhr
    Eintrittskarte: 20,- EUR
    Literaturhaus Herne Ruhr, Bebelstr. 18
    August Zirner, Ana Zirner

 

Leben, Werk und Schicksal jüdischer Künstlerinnen in Deutschland

Bebilderter Vortrag

Es gab viele kreative und erfolgreiche jüdische Künstlerinnen, die in Deutschland angesehen waren und heute fast vergessen sind. Sie waren in der Kunstszene bekannt wie Anita Rée, Mitbegründerin der Hamburger Sezession, und manche unterrichteten an deutschen Akademien wie die Wienerin Tina Blau. Andere wiederum - wie Charlotte Berend-Corinth - standen lange Zeit im Schatten ihrer Männer.
Nach "Verfemt und vergessen - Jüdische Malerinnen aus Deutschland" werden in diesem neuen Vortrag weitere jüdische Künstlerinnen vorgestellt, die nicht nur als Malerinnen, sondern - wie die Münchnerin Maria Luiko - auch als Grafikerinnen tätig waren. Die Werke dieser Frauen sind bis heute kaum bekannt oder gingen gar verloren. So schildert der Vortrag ganz unterschiedliche Schicksale jüdischer Künstlerinnen, um deren Schaffen wieder ins Bewusstsein zu rücken - und ihren angemessenen Platz in der Kunstgeschichte.
Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.  
 
2024    Donnerstag, 18.11., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Birgit Poppe

 

Smart Democracy - Online-Veranstaltungsreihe zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen. Livestream: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein?

In Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschul-Verband (dvv) und der vhs Köln

Die jüdische Gemeinschaft begeht 2021 ein besonderes Jubiläum: In diesem Jahr leben Jüd*innen, nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Im Rahmen des Festjahres wurde das lebendige, vielfältige jüdische Leben in Deutschland gefeiert und sein Beitrag zur Kultur präsentiert.
Wir ziehen Bilanz und blicken nach vorn: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Wieso bleibt die Lebenswirklichkeit von Jüd*innen in Deutschland abseits von Holocaustgedenken im öffentlichen Diskurs oftmals auf der Strecke? Welche Möglichkeiten gibt es, dem wachsenden Antisemitismus zu begegnen? Hat das Festjahr dazu beigetragen, jüdisches Leben in Deutschland dauerhaft sichtbarer zu machen?
Mit unseren Gästen aus Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft kommen wir zu diesen Fragen ins Gespräch und blicken auf das Jubiläumsjahr zurück. Seien Sie dabei und bringen Sie Ihre Fragen in die Diskussion ein!
Mehr zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben finden Sie hier: https://2021jlid.de/
Eine Auswahl an vhs-Veranstaltungen im Rahmen des Festjahres werden im Veranstaltungskalender dargestellt.
Smart Democracy  ist eine Online-Veranstaltungsreihe zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (dvv). Die Übertragung dieser Veranstaltung erfolgt als Livestream aus der vhs Köln. Über ein Fragetool können Sie an der Diskussion teilnehmen.
Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die vhs Herne unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Der Zugangslink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugesandt.
2025    Mittwoch, 24.11., 19.00 - 20.15 Uhr
    entgeltfrei
    Online

"Hast Du Sorgen? Geh ins Café!" - Ein nostalgischer Streifzug durch die deutsch-jüdische Kaffeehauskultur vor dem Zweiten Weltkrieg

Das Charakteristikum der Kaffeehauskultur in der sog. „guten alten Zeit“ war eine jüdisch-bürgerliche Melange. Um zur Kaffeehausvielfalt Zutritt zu bekommen, musste man - Gott sei Dank - weder jüdisch noch bürgerlich sein (so Friedrich Torberg in seiner „Tante Jolesch“). Egal ob Wien, Prag, Berlin oder Budapest: überall begegnen uns kuriose Typen und Originale, die - wie Peter Altenberg - quasi im Kaffeehaus lebten. Die illustre Schar der „Stammgäste“ saß oft den ganzen Tag, nur bei einem Glas Wasser im Café, um über den Sinn des Lebens zu diskutieren oder das Personal zu schikanieren.
Der nostalgische Streifzug vermittelt philosophische Weisheiten und humorvolle Anekdoten aus der deutsch-tschechisch-ungarisch-jüdischen Kaffeehauslandschaft vor 100 Jahren. Diese Humoresken zeigen uns noch heute, wie man eine „Oase in der Welt des Kapitalismus“ finden kann, um sich der persönlichen Entfaltung und dem Müßiggang widmen zu können.

Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Regeln der Corona-Schutzverordnung gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie die Einhaltung von Handhygiene und Husten-/ Niesetikette.  
Wenn die Veranstaltung in Präsenz nicht stattfinden kann, wird sie Online durchgeführt.
 
2026    Mittwoch, 01.12., 19.00 - 21.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Dr. Torsten Reters

Max Liebermann "Ich will doch nur malen"

Bebilderter Vortrag

Max Liebermann, Künstler, Vorstand der Berliner Secession, Akademiepräsident, angesehener Porträtist der Berliner Bourgeoisie - Preuße und Jude. Auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn war Liebermann hoch geachtet. Am Ende seines Lebens wird er von den Nationalsozialisten zur "Unperson" erklärt, verleumdet und geschmäht.
Seine frühere künstlerische Tätigkeit ist von einem stark realistischen und dunklen Naturalismus bestimmt. Später wandte er sich unter Einfluss der französischen Impressionisten einer hellen, lichten Farbigkeit zu, jedoch mit einer ihm eigenen persönlichen Note. Sein Verdienst ist es, den Impressionismus in Deutschland etabliert zu haben (Berliner Impressionismus).
Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch immer die Corona-Schutzvorgaben gelten können: 1,5 m Abstand zu anderen Teilnehmenden, Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, Handhygiene und Husten- Niesetikette.   
 
2022    Donnerstag, 20.01., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Angelika Herrmann

 

Volkshochschule der Stadt Herne

Wilhelmstr. 37 | 44649 Herne
Tel: 02323 / 16-1643
Fax: 02323 / 16-12339255
E-Mail: vhs@herne.de

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08.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr

Freitag
08.30 - 12.00 Uhr