Filmforum / Galerie

Die vhs-Galerie

im Haus am Grünen Ring in Wanne

Bereits in den 60er Jahren fanden in der Galerie im Haus am Grünen Ring Ausstellungen namhafter Künstler*innen aus Herne und der Region statt. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Plattform für Künstler*innen der Region, die sich Herne verbunden fühlen. Gezeigt werden klassische Bildgattungen, Grafik und Skulpturen oder Gattungsübergreifendes mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Medium Fotografie. Darüber hinaus gibt es immer wieder thematische Anknüpfungspunkte zu übergreifenden Themen der vhs. Pro Jahr zeigt die vhs-GALERIE vier Ausstellungen.

Auf circa 60 Metern Wandlänge bietet sich dem Publikum in Einzelausstellungen einen Überblick über das Schaffen einzelner Künstler*innen oder sie begegnen gleich mehreren Künstler*innen in Gruppenausstellungen, die teils in Kooperation mit weiteren Herner Kulturinstitutionen arrangiert werden.

Eine große Anzahl Wechselrahmen steht für hauseigene Ausstellungen zur Verfügung.

 

Die vhs-Galerie
Haus am Grünen Ring, Herne-Wanne
Wilhelmstraße 37

Ausstellungen in diesem Semester

Hinweis

++ Ausstellungsbesuch nur mit Voranmeldung und 2G-Nachweis unter natalie.dilekli@herne.de oder 02323 - 161507 ++

Als Zeichner verbringt der Essener Künstler Herbert Siemandel-Feldmann immer wieder viele Wochen zur Tierbeobachtung in Namibia. Fasziniert von den Motiven in freier Wildbahn entstehen im Atelier neben Arbeiten auf Papier zumeist großformatige ausdrucksstarke Arbeiten auf Leinwänden. Mit Zeichenkohle setzt er die Besonderheiten der Lichtspiele im Wechsel heller und dunkler Partien um.
Die durch den direkten Kontakt und das persönliche Erleben über das fotorealistische Abbild hinausgehenden Kohlezeichnungen lassen das Erlebnis der Beobachtung und den Tiercharakter gleichermaßen nachvollziehen. Beobachtungen aus den zoologischen Gärten ergänzen die Arbeiten. Arbeiten aus der Werkreihe „50 Elefanten“ machen auf das Problem des Elfenbeinhandels aufmerksam.

Ausstellungsdauer: 03.09. - 22.10.2021
Eröffnung: Fr., 03.09., 17.30 Uhr
entgeltfrei

HALBZEIT über Artenschutz mit Künstlergespräch und einem Vortrag des Dipl.-Biologen Werner Schröder vom NABU International:
Mittwoch, 15.09., 18.00 Uhr
entgeltfrei

Bitte informieren Sie sich  vor Ihrem Ausstellungsbesuch zu den geltenden Corona-Einschränkungen unter www.vhs-herne.de, in den sozialen Medien oder in der  Tagespresse.

Gegensätze, deren Spannungsverhältnis und die Dekonstruktion der Dinge sind die Themen, mit denen sich Verena Schuh auseinandersetzt. Ausgangspunkt der Entstehung ist das Material, das die Künstlerin auf Erscheinungen wie durchgängig/brüchig, Licht/Schatten oder Innen/Außen hin untersucht.
Verwendet werden natürliche Materialien wie Zucker, Kautschuk und Pigmente, aber auch transparenter PVC. Dabei erkundet sie das Zusammenspiel linearer Formen und Materialüberlagerungen durch Schichtungen im Raum. Die Ausstellung macht dies vornehmlich anhand von Objektarbeiten sichtbar. Zu sehen sind in sich geschwungene und verwickelte Gebilde, deren Windungen je nach Perspektive und Lichteinfall neue Sichtweisen ergeben.

Ausstellungsdauer: 04.11. - 10.12.2021
Eröffnung: Do., 04.11., 17.30 Uhr
entgeltfrei

HALBZEIT im Gespräch mit der Künstlerin Verena Schuh:
25.11., 18.00 Uhr
entgeltfrei

Bitte informieren Sie sich  vor Ihrem Ausstellungsbesuch zu den geltenden Corona-Einschränkungen unter www.vhs-herne.de, in den sozialen Medien oder in der  Tagespresse.

Das Thema ist dringlich, die Auseinandersetzungen mit der Corona-Pandemie und den Folgen sind vielfältig. Zeitgleich an vier Herner Kunstorten, der vhs-GALERIE, der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3, der Städtischen Galerie und den Flottmann-Hallen, entstehen Resonanzräume für Herner Künstler*innen, deren künstlerisches Schaffen während des Lockdowns nicht pausiert hat. Ihre Kunst lebt von der Auseinandersetzung mit einem Publikum, das im letzten Jahr Kunst- und Kultur vielfach entbehren musste und nun die Chance hat, durch die Auseinandersetzung mit der Kunst einen Schritt zurück zu treten und neue Sichtweisen einzunehmen.

Ausstellungsdauer: 22.01. -  27.02.2022
Am Eröffnungstag, 22.01.2022 ist die vhs-GALERIE von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
entgeltfrei
Informationen zur Eröffnungsfeier entnehmen Sie bitte der Tagespresse, der vhs-Homepage und den sozialen Medien.

Bitte informieren Sie sich  vor Ihrem Ausstellungsbesuch zu den geltenden Corona-Einschränkungen unter www.vhs-herne.de, in den sozialen Medien oder in der  Tagespresse.

Filmforum der vhs-Herne

Seit 1979 gibt es diese Einrichtung bei der vhs. Seit dieser Zeit wurde das Filmforum von Hartmut Kaminski, Filmregisseur aus Düsseldorf, betreut. Nach dem Tod von Hartmut Kaminski übernahm der Filmwissenschaftler Dr. Martin Hellmold 2016 diese Aufgabe. Zusammen mit cineastisch interessierten Vertretern der unterschiedlichen Parteien wählt der Filmbeirat zweimal im Jahr Filme aus, die in das Programm des Filmforums aufgenommen werden. Dies sind in erster Linie keine Mainstream-Filme, das heißt es stehen solche Filme im Vordergrund, die einen besonderen Anspruch erfüllen. Filme, die im „normalen“ Kinoprogramm gar nicht oder nur kurz gezeigt würden, kommen so nach Herne und können von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesehen werden.

Es werden im Jahr ca. 35 Filme gezeigt. Durch die seit 2005 stattfindende Zusammenarbeit mit der „Filmwelt Herne“ ist es möglich, die Filme je zwei- bis dreimal pro Woche, montags (17.30 Uhr), mittwochs (20.15 Uhr) und sonntags (12.30 Uhr), zu zeigen. Die sehr gute Kooperation hat auch den Vorteil, Filme nun in einer hervorragenden Qualität in toller Kinoatmosphäre genießen zu können.
Selbstverständlich sind zu allen Filmen des vhs-Filmforums auch Vorführungen für Schulen möglich. Bitte wenden Sie sich direkt an die Filmwelt Herne.

Filmwelt Herne
Berliner Platz 7 - 9
44623 Herne
Telefon: 0 23 23 / 14 77 70
www.filmwelt-herne.de

Information:
Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der langfristigen Planungen und je nach Entwicklung der COVID-19-Pandemie zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Informationen erhalten Sie über die Tagespresse, in den sozialen Medien und hier.

Das aktuelle Kinoprogramm

So 06.02., Mo 07.02., Mi 09.02.

Regie: Thomas Vinterberg
Mit Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Lars Ranthe, Magnus Millang, Maria Bonnevie, DK 2020, 116 Min.

Als junger Mann war Martin einmal ein begabter Jazztänzer und hatte überlegt in die Forschung zu gehen. Aber da waren die kleinen Kinder und seine wundervolle Frau. Also wurde er Geschichtslehrer. Jetzt, mit Mitte Fünfzig, ist beruflich und privat die Luft raus. Martin ist in der Krise. Seinen drei besten Freunden, die ebenfalls an der Schule unterrichten, geht es nicht anders. Sie wollen den Elan der Jugend wieder spüren. Ob Alkohol vielleicht helfen kann? Es gibt da diesen norwegischen Philosophen, der sagt, wir hätten 0,5 Promille zu wenig Alkohol im Blut. Und hat nicht schon Churchill den Weltkrieg im Alkoholrausch gewonnen? Halb aus Scherz, halb als wissenschaftliches Experiment getarnt, beginnen die vier Freunde, regelmäßig zu trinken.

So 13.02., Mo 14.02., Mi 16.02.

Regie:  Philipp Stölzl
Mit Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Andreas Lust, Samuel Finzi, Rolf Lassgard, D/A 2020, 111 Min.

Wien, 1938. Als das Nazi-Regime in Österreich die Macht übernimmt, entschließt sich der Anwalt Dr. Josef Bartok dazu, das Land gemeinsam mit seiner Frau Anna zu verlassen. Doch kurz vor seiner Abreise wird er verhaftet und in das Hotel Metropol gebracht, das der Gestapo als Hauptquartier und Gefängnis dient. Den Leiter der Geheimpolizei, Franz-Josef Böhm, interessiert Bartoks Wissen als Vermögensverwalter zahlreicher Adeliger, über den er sich erhofft den Zugang zu millionenschweren Bankkonten ermöglichen. Als Bartok sich weigert, kommt er in Isolationshaft. Nach Monaten der Standhaftigkeit ist er dem Wahnsinn nahe. Doch Bartok ist entschlossen, weiter Widerstand zu leisten. Um seinen Geist vor dem Wahnsinn zu bewahren, arbeitet er sich mit Hilfe eines Buches intensiv in die Geheimnisse des Schachspielens ein.

So 20.02., Mo 21.02., Mi 23.02.

Regie: Christian Schwochow
Mit Luna Wedler, Jannis Niewöhner, Milan Peschel, Edin Hasanovic, Anna Fialová, Fleur Geffrier, Aziz Dyab, Marlon Boess, D/CZ 2021, 126 Min.

Maxi Baier ist eine selbstbewusste junge Frau und gerade dabei, sich von ihrem Elternhaus zu lösen. Durch eine Verwechslung werden ihre Mutter und ihre beiden Brüder Opfer eines Anschlags mit einer Paketbombe. Maxi und ihr Vater Alex bleiben unverletzt. In den Medien wird vermutet, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handelt. Dann lernt sie Karl kennen, der sich als einfühlsamer Zuhörer gibt. Karl lädt Maxi ein mit zur Summer Academy in Prag zukommen. Um Abstand zu ihrem Vater zu gewinnen, willigt sie ein. Dort stellt sich heraus, dass Karl eine politische Gruppe anführt, die sich für eine Erneuerung Europas einsetzt. Als vermeintliches Opfer islamistischen Terrors passt Maxi perfekt in seine Strategie.

So 27.02., Mo 28.02., Mi 02.03.

Regie: Florian Zeller
Mit Anthony Hopkins, Olivia Colman, Rufus Sewell, Imogen Poots, Mark Gatiss, Olivia Williams, GB 2020, 97 Min.

Anne ist in großer Sorge um ihren Vater Anthony. Als lebenserfahrener, stolzer Mann, lehnt er trotz seines hohen Alters jede Unterstützung durch eine Pflegekraft ab, obwohl ihn sein Gedächtnis immer häufiger im Stich lässt. Doch als Anne ihm plötzlich eröffnet, dass sie zu ihrem neuen Freund nach Paris ziehen wird, ist er verwirrt. Wer ist dann dieser Fremde in seinem Wohnzimmer, der vorgibt, seit über zehn Jahren mit Anne verheiratet zu sein? Und warum behauptet er, dass Anthony als Gast in ihrer Wohnung lebt und gar nicht in seinem eigenen Apartment? Anthony versucht, die sich permanent verändernden Umstände zu begreifen und beginnt mehr und mehr zu zweifeln: an seinen Liebsten, an seinem Verstand und schließlich auch an seiner eigenen Wahrnehmung.

 

So 06.03., Mo 07.03., Mi 09.03.

Regie: Julia Ducournau
Mit Agathe Rousselle, Vincent Lindon, Garance Marillier, Lais Salameh, Adèle Guigue, F/B 2021, 108 Min. FSK 16

Dem kleinen Mädchen Alexia wird nach einem Autounfall eine Titanplatte in den Kopf eingesetzt. Daraufhin entwickelt sie zunehmend eine körperliche Zuneigung zu Fahrzeugen. Menschen, die ihr zu nahe kommen, tötet sie rücksichtslos. Auf der Flucht vor der Polizei vollzieht Alexia eine weitere bizarre Verwandlung und nimmt die Gestalt von Adrien an, dem Sohn des Feuerwehrkommandanten Vincent, der seit 10 Jahren vermisst wird. Vincent, der seinen muskulösen Körper regelmäßig mit Hormonspritzen versorgt, akzeptiert sie als seinen verlorenen Sohn, und verbietet seinen Feuerwehrleuten, dies in Frage zu stellen. Alexia muss sich nun als Mitglied der Truppe beweisen.
"Titane" ist eine herausfordernde Seherfahrung, radikal und schockierend. Regisseurin Julia Ducournau erhielt dafür die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes.

So 13.03., Mo 14.03., Mi 16.03.

Regie: Maria Speth
Mit Dieter Bachmann, Aynur Bal, Önder Cavdar und den SchülerInnen der Klassen 6b und 6f, D 2021, 217 Min.

Stadtallendorf in Mittelhessen. Dieter Bachmann ist Lehrer an der Georg-Büchner-Gesamtschule. Fast alle seiner SchülerInnen haben einen Migrationshintergrund. In einnehmender Offenheit begegnet Herr Bachmann den Kindern, respektiert ihre unterschiedlichen sozialen und kulturellen Erfahrungen und schafft damit einen Raum des Vertrauens. Musik ist hier eine allgegenwärtige Sprache, die sich wie selbstverständlich um den zu absolvierenden Lehrstoff legt. Neben der Fokussierung auf die spezielle Unterrichtsmethodik gewährt der Film auch Einblick in das Privatleben des Lehrers und der SchülerInnen. Ein schon durch seine Länge außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der ein Beispiel gibt, wie das Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft gelingen kann.

So 20.03., Mo 21.03., Mi 23.03.

Regie: Andreas Kleinert
Mit Albrecht Schuch, Jella Haase, Jörg Schüttauf, Peter Kremer, Anja Schneider, Ioana Iacob, Paula Hans, D 2021, S/W, 150 Min. FSK 16

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch passt schon nicht mehr rein. Während sein Vater Horst zum Stellvertreter des Kulturministers aufsteigt, will sein ältester Sohn Thomas Schriftsteller werden. Doch der junge Intellektuelle, halb zorniger Rebell, halb idealistischer Träumer, hat zu viele Fragen, zu viel Energie und zu wenig Geduld. Schon sein erstes Stück wird verboten und er fliegt von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Thomas mit anderen Studierenden auf den Straßen Ost-Berlins. Sein eigener Vater verrät ihn und Thomas Brasch kommt ins Gefängnis. 1976 schiebt die DDR den Querulanten in den Westen ab.  Dort wird Brasch für seine Lyrik gefeiert und für seine Filme preisgekrönt, bleibt aber dennoch der unbequeme Freigeist.

So 27.03., Mi 30.03., So 03.04.

Regie: Radu Jude
Mit Katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Malai, Nicodim Ungurean, Andi Vaslunianu, ROM/CZ/HR 2021, 106 Min.

Nur zum Hausgebrauch haben die Lehrerin Emi und ihr Ehemann ein Sexvideo gedreht. Doch das Video gerät ins Internet, landet auf den Handys der SchülerInnen und wird prompt zum ganz großen Aufreger für die Elternschaft. Denn im Bukarest des Pandemiesommers 2020 ist die ganze Gesellschaft zum Zerreißen gespannt. Als die Eltern die Lehrerin in einer Art Tribunal mit ihren moralischen Forderungen konfrontieren, treten diese Spannungen offen zutage. Dabei stellt sich nicht zuletzt die Frage, was obszöner ist: der kleine Amateurporno oder die Auswüchse des menschlichen "Miteinanders", in dessen enthemmtes Räderwerk die Hauptfigur gerät.
Mit seinem hochaktuellen, provokativen und erfrischend experimentellen Film gewann der rumänische Regisseur Radu Jude bei der Berlinale 2021 den Goldenen Bären.

So 03.04., Mo 04.04., Mi 06.04.

Regie: Maria Schrader
Mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Jürgen Tarrach, D 2021, 105 Min.

Die Wissenschaftlerin Alma forscht in Berlin über die Poesie der Sumerer. Ihr Chef wählt die Anfang 40jährige als Testperson aus, die Marktreife von humanoiden Robotern zu beurteilen, die als Lebenspartner für einsame Menschen entwickelt wurden. Als Belohnung winken der nüchternen Forscherin wichtige Gelder für ihre Projekte. Auf einer Tanzveranstaltung der Herstellerfirma wird Alma mit Tom bekannt gemacht, einem speziell für sie konzipierten Avatar. Nur widerwillig nimmt Alma ihn mit nach Hause. Tom setzt alles daran, ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Da er sich an den statistischen Wünschen der Mehrheit der deutschen Frauen orientiert, liegt er bei der intellektuellen Alma allerdings meist daneben. Doch eine KI lernt sehr schnell. Als Alma beruflich unter Druck gerät, verändert sich auch ihr Verhalten gegenüber Tom.

So 24.04., Mo 25.04., Mi 27.04.

Regie: Emerald Fennell
Mit Carey Mulligan, Bo Burnham, Chris Lowell, Alison Brie, Christopher Mintz-Plasse, Adam Brody, GB/USA 2020, 114 Min.

Als Jerry und seine beiden Freunde sich abends in der Bar einen Drink genehmigen, beobachten sie eine sturzbetrunkene junge Frau. Es handelt sich um die 30-jährige Cassandra, die noch bei ihren Eltern lebt und in einem kleinen Café jobbt. Mit einem Augenzwinkern zu seinen Freunden bietet Jerry der Frau seine Hilfe an und gibt vor sie sicher nach Hause zu. Kaum im Taxi, lädt er sie jedoch ein, noch ein Bier bei ihm zu trinken. So landet Cassandra auch schnell im Bett. Doch als der vermeintliche Retter gerade im Begriff ist, die Situation schamlos auszunutzen, ist die Frau schlagartig hellwach. "Was machst du da?" fragt sie ihn mit fester und nüchterner Stimme. Jerry, der sich für einen cleveren Jäger gehalten hatte, muss erkennen, dass er in Wirklichkeit der Hase ist.

Mo 02.05., Mi 04.05.

Regie: Daniel Brühl
Mit Daniel Brühl, Peter Kurth, Rike Eckermann, Aenne Schwarz, Gode Benedix, Vicky Krieps, D 2021, 92 Min.

Eigentlich betritt der international erfolgreiche Schauspieler Daniel die Berliner Eckkneipe nur, um auf sein Taxi zu warten. Er wohnt gleich nebenan und hat noch etwas Zeit. Bald geht der Flieger nach London, wo er für einen spektakulären Superhelden-Blockbuster vorsprechen soll. Doch in der Kneipe wartet Bruno auf ihn, ein frustriert wirkender Rentner, der die Kneipe bewohnt wie ein Fossil aus der Vorwendezeit. Unter dem Vorwand ein Autogramm zu wollen, verwickelt Bruno den selbstverliebten Daniel in ein Gespräch. Daniel hat Bruno noch nie gesehen. Umgekehrt aber weiß der neugierige Kneipenhocker so ziemlich alles über den Jungschauspieler.
In seiner ersten Regiearbeit nimmt der Schauspieler Daniel Brühl nicht nur die Ost-West-Klischees, sondern auch sich selbst gehörig auf die Schippe.

So 08.05., Mo 09.05., Mi 11.05.

Regie: Wes Anderson
Mit Benicio Del Toro, Adrien Brody, Tilda Swinton, Léa Seydoux, Frances McDormand, Timothée Chalamet, Christopher Waltz, William Dafoe, Saoirse Ronan, D/USA 2021, 107 Min.

Eine letzte Ausgabe soll noch erscheinen von der beliebten Magazinbeilage "The French Dispatch".   Die AutorInnen sind allesamt bunte Vögel: amerikanische Auslandsjournalisten, die in dem (fiktiven) französischen Städtchen Ennui-sur-Blasé leben. Da wäre etwa der Reiseberichterstatter Herbsaint Sazerec oder die Kunstkritikerin J.K.L. Berensen. Sie spürt dem genialen Maler Moses Rosenthaler nach, der gerade wegen Mordes im Gefängnis einsitzt. Kaum weniger merkwürdig geht es in der Gastro-Kolumne zu. Hier berichtet Roebuck Wright über den berühmten Polizeikoch Nescaffier, dem es überraschend gelingt, die Entführung des Sohnes eines Kommissar aufzuklären. Das alles ist schrill-bunt, absurd-komisch und vollgestopft mit aktuellen Filmstars, wie sie nur Regisseur Wes Anderson unter einen Hut zu bringen vermag.

So 15.05., Mo 16.05., Mi 18.05.

Regie: Stefan Ruzowitzky
Mit Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Marc Limpach, Max von der Groeben, Maximillien Jadin, Margarethe Tiesel, D/B/LUX/A 2021, 99 Min., FSK 16

Nach zwei Jahren russischer Kriegsgefangenschaft kehrt Peter Perg schwer traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg nach Wien zurück. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Der Kaiser hat abgedankt und die neue Ordnung der Republik gibt noch niemandem Halt. Zeitgleich beginnt eine grausige Mordserie. Perg steht unter Verdacht und beginnt doch sogleich, seinen Vorkriegsjob als Polizeikommissar wieder aufzunehmen. Die Zahl 19 muss eine Rolle spielen bei diesen Gewaltverbrechen. Und Peter Perg steckt mittendrin, denn alle Opfer stehen mit ihm persönlich in Verbindung.
"Hinterland" ist ein Psychothriller dessen alptraumhaften Kulissen ausnahmslos im Computer erschaffen wurden.

So 22.05., Mo 23.05.

Regie: Dominik Graf
Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Meret Becker, D/A 2020, 176 Min.

Berlin, 1931. Der junge Jacob Fabian schwimmt mit im Strom der Menschen, aus dem die Stadt zu bestehen scheint. Noch pulsiert hier das Leben der Goldenen Zwanziger. Zugleich sind die gesellschaftlichen Spannungen bereits spürbar. Tagsüber arbeitet Fabian als Texter, nachts streift er mit seinem wohlhabenden Freund Labude durch die Kneipen und Bordelle. Dabei ist Fabian eher ein schüchterner Jüngling und skeptischer Beobachter der Ereignisse. Als er Cornelia Battenberg kennenlernt, weicht sein Pessimismus der puren Lebensfreude. Dann kommt jedoch die Weltwirtschaftskrise und lässt auch ihn seinen Job verlieren. Cornelia verlässt ihn zugunsten eines reichen Filmproduzenten. Und Labude ist verschwunden.

So 29.05., Mo 30.05., Mi 01.06.

Regie: Lee Isaac Chung
Mit Steven Yeun, Ye-Ri Han, Alan Kim, Noel Kate Cho, Scott Haze, Yuh-Jung Youn, Will Patton, USA 2020, 116 Min.

Jacob und Monica wollen es noch einmal neu versuchen. Vor zehn Jahren waren sie aus Südkorea in die USA ausgewandert, um für ihre Familie eine Zukunft aufzubauen. In Kalifornien waren sie aber nicht über einfache Fließbandjobs hinausgekommen. Jacob träumt davon, als Farmer eine richtige Existenz aufzubauen. Ein Stück Land in Arkansas, mitten im Nirgendwo, soll der Ort dafür werden.  Seine Frau Monica ist skeptisch. Schließlich müssen die Kinder ernährt werden. Anne wird bald schon erwachsen und der kleine David hat einen Herzfehler.  Das Krankenhaus ist viel zu weit entfernt von der neuen Farm, die eigentlich nur eine große Wiese mit einem alten Wohnwagen ist. Damit Monica ihn unterstützt, stimmt Jacob zu, seine Schwiegermutter aus Korea nachkommen zu lassen.

So 12.06., Mo 13.06., Mi 15.06.

Regie: Anders Thomas Jensen
Mit Mads Mikkelsen, Andrea Heick Gadeberg, Nikolaj Lie Kaas, Nicolas Bro, Gustav Lindh, Roland Møller, Lars Brygmann, DK 2020, 116 Min, FSK 16

Als Statistiker beschäftigt sich Otto mit Wahrscheinlichkeitsrechnung. Eines Tages bietet er in der S-Bahn einer Frau seinen Sitzplatz an. Der Zug entgleist und die Frau sowie viele andere kommen ums Leben. Otto ist, aus streng mathematischen Gründen, davon überzeugt, dass es kein Unfall war. Während die Polizei ihm kein Gehör schenkt, unterstützen seine skurrilen Kollegen, der nervöse Lennart und der hypersensible Emmenthaler, seine Theorie. Gemeinsam wenden sie sich an Markus, den Witwer der im Zug verstorbenen Frau. Obwohl dieser eigentlich nur in Ruhe gelassen werden will, hört er sich die Theorie der drei Rechenkünstler an: Demnach steckt eine Rockergang namens "Riders of Justice" hinter dem vermeintlichen Unfall. Nun wollen sie zusammen den Rockern die Stirn bieten und Rache nehmen.

Ihre Ansprechpartnerin

Natalie Dilekli
02323 / 16-1507
natalie.dilekli@herne.de

Volkshochschule der Stadt Herne

Wilhelmstr. 37 | 44649 Herne
Tel: 02323 / 16-1643
Fax: 02323 / 16-12339255
E-Mail: vhs@herne.de

Öffnungszeiten

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08.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr

Freitag
08.30 - 12.00 Uhr