Filmforum / Galerie

Die vhs-Galerie

im Haus am Grünen Ring in Wanne

Bereits in den 60er Jahren fanden in der Galerie im Haus am Grünen Ring Ausstellungen namhafter Künstler*innen aus Herne und der Region statt. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Plattform für Künstler*innen der Region, die sich Herne verbunden fühlen. Gezeigt werden klassische Bildgattungen, Grafik und Skulpturen oder Gattungsübergreifendes mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Medium Fotografie. Darüber hinaus gibt es immer wieder thematische Anknüpfungspunkte zu übergreifenden Themen der vhs. Pro Jahr zeigt die vhs-GALERIE vier Ausstellungen.

Auf circa 60 Metern Wandlänge bietet sich dem Publikum in Einzelausstellungen einen Überblick über das Schaffen einzelner Künstler*innen oder sie begegnen gleich mehreren Künstler*innen in Gruppenausstellungen, die teils in Kooperation mit weiteren Herner Kulturinstitutionen arrangiert werden.

Eine große Anzahl Wechselrahmen steht für hauseigene Ausstellungen zur Verfügung.

 

Die vhs-Galerie
Haus am Grünen Ring, Herne-Wanne
Wilhelmstraße 37

Ausstellungen in diesem Semester

Das Pixelprojekt_Ruhrgebiet ist seit seiner Gründung  2003 eine ständig wachsende, digitale Sammlung  für fotografische Arbeiten, die einen Bezug zur Region haben. Durch die thematische Vielfalt der ausgewählten Arbeiten spiegeln sie den Facettenreichtum und die Widersprüchlichkeit des Ruhrgebiets.
Unter dem Titel Pixelprojekt_Ruhrgebiet@Herne zeigt die vhs-Galerie einmal jährlich Fotograf*innen des Projektes, die biografisch oder künstlerisch in Herne zu verorten sind.
Den Auftakt der Ausstellungsreihe macht der Herner Fotograf Daniel Kessen. Zu sehen sind seine "bilder ungemalt", die aus unterschiedlichen Phasen fotografischer Auseinandersetzung mit dem Moment des Flüchtigen stammen. Kessens Interesse gilt dem Augenblick, der  Gleichzeitigkeit des Hervortretens und Verblassens, sowie der raschen Bewegung, die sich sogleich dem Betrachter wieder entzieht.

Ausstellungsdauer:
13.02. bis 28.03.2021

Die HALBZEIT der Ausstellung findet als Midissage im kleinen Kreis geladener Gäste, mit Musik von Rainer Edelbrock (Hang), Kunstgesprächen und der Anwesenheit des Künstlers am Freitag 5. März 2021, um 17.30 Uhr statt.
Kunstgespräche für Kleingruppen während der Ausstellungslaufzeit auf Anfrage unter natalie.dilekli@herne.de sowie 0 23 23- 16 1507.

Gruppenausstellung in Kooperation mit dem Herner Künstlerbund
24.04. bis 06.06.2021

Das Thema "Energie" und seine vielfältigen Erscheinungsformen hat schon den Künstler Joseph Beuys fasziniert. Er wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Die Ausstellung mit Werken der Künstler*innen des Herner Künstlerbundes zeigt unterschiedliche Interpretationen desselben Themas, in denen die Bandbreite des Schaffens der Künstler*innen und die  Aktualität des Themas zum Ausdruck kommen.

Ausstellungsdauer: 24. April - 6. Juni
Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 23. April, 17.30 Uhr

Die traditionelle Ausstellung der Jugendwerkstatt mit den Werkbereichen Druck und Gestaltung, Holz, Stein und Metall sowie Raum- und Textilgestaltung widmet sich in diesem Jahr dem Thema Märchen, Sagen und Fantasiegeschichten. Zu sehen sind die kreativen Ergebnisse aus den Werkstätten, in denen die Jugendlichen von den Werkpädagog*innen gefördert werden und einige Exponate speziell für die Räume der vhs geschaffen haben. Objekte, deren Form- und Materialvielfalt das schöpferische Spektrum der Jugendwerkstatt widerspiegeln.

Werkschau-Führungen für Schulklassen
(ab dem 8. Jahrgang aller Herner weiterführenden Schulen)
21.06. – 25.06.2021
jeweils von 10.00 bis 11.00 Uhr und von 11.30 bis 12.30 Uhr nur nach vorheriger Anmeldung:
0 23 25 / 51 515, E-Mail: info@jks-herne.de


Ausstellungsdauer: 16. Juni - 09. Juli 2021
Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 15.06., 12.00 Uhr
entgeltfrei

Filmforum der vhs-Herne

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FILMFORUM aktuell: Alle Filme bis einschließlich 14.02.2021 müssen leider ausfallen!

Cineast*innen und Filmliebhaber*innen müssen sich noch etwas gedulden. Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen sind alle Kinos bis einschließlich dem 14.02.2021 geschlossen. Filme, die innerhalb dieses Zeitraums im Rahmen des Filmforums gezeigt werden sollten, müssen leider ausfallen. Wir informieren Sie auf diesem Wege über weitere Einschränkungen des Programms und freuen uns schon, wenn es wieder losgeht.

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Seit 1979 gibt es diese Einrichtung bei der vhs. Seit dieser Zeit wurde das Filmforum von Hartmut Kaminski, Filmregisseur aus Düsseldorf, betreut. Nach dem Tod von Hartmut Kaminski übernahm der Filmwissenschaftler Dr. Martin Hellmold 2016 diese Aufgabe. Zusammen mit cineastisch interessierten Vertretern der unterschiedlichen Parteien wählt der Filmbeirat zweimal im Jahr Filme aus, die in das Programm des Filmforums aufgenommen werden. Dies sind in erster Linie keine Mainstream-Filme, d. h. es stehen solche Filme im Vordergrund, die einen besonderen Anspruch erfüllen. Filme, die im „normalen“ Kinoprogramm gar nicht oder nur kurz gezeigt würden, kommen so nach Herne und können von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesehen werden.

Es werden im Jahr ca. 35 Filme gezeigt. Durch die seit 2005 stattfindende Zusammenarbeit mit der „Filmwelt Herne“ ist es möglich, die Filme je zweimal pro Woche, montags (17.30 Uhr) und mittwochs (20.15 Uhr), zu zeigen. Die sehr gute Kooperation hat auch den Vorteil, Filme nun in einer hervorragenden Qualität in toller Kinoatmosphäre genießen zu können.

Filmwelt Herne
Berliner Platz 7 - 9
44623 Herne
Telefon: 0 23 23 / 14 77 70

Aus aktuellem Anlass kann es zu kurzfristigen Änderungen des Programms kommen. Informationen erhalten Sie über die Tagespresse sowie in den sozialen Medien und hier.

Das aktuelle Kinoprogramm

Mo. 08.02., Mi. 10.02.

Regie: Burhan Qurbani
Mit Welket Bungué, Jella Haase, Albrecht Schuch, Martin Wuttke, Joachim Król, Annabelle Mandeng, D 2019, 183 Min.

Nach einer dramatischen Flucht über das Mittelmeer hat der aus dem Kongo stammende Francis den Vorsatz, durch ehrliche Arbeit in Deutschland zu überleben. In der Flüchtlingsunterkunft lernt er den zwielichtigen Reinhold kennen, der versucht, ihn für seine Drogengeschäfte einzuspannen. Der ebenso muskulöse wie scharfsinnige Francis widersteht dem raffinierten Werben und schuftet lieber illegal auf einer Baustelle. Als er sich nach einem Unfall den Anweisungen des Vorarbeiters widersetzt, verliert Francis jedoch diese Arbeit und ist auf sich allein gestellt. Hilfesuchend wendet er sich an Reinhold, der ihn aufnimmt und stützt, aber auch Schritt für Schritt immer tiefer in seine kriminellen Machenschaften hineinzieht. Erst als er Mieze kennenlernt, bekommt das Leben von Francis etwas Stabilität. Sein großer Wunsch ist es, in Deutschland anerkannt zu werden, aber der Preis, den er dafür zahlen muss, ist sehr hoch.
Fast ein Jahrhundert nach dem Erscheinen von Alfred Döblins weltberühmtem Roman gelingt dieser Neuverfilmung auf höchstem künstlerischem Niveau eine ebenso kompromisslose wie mitreißende Aktualisierung der tragischen Geschichte des Franz Biberkopf.

 

Mo. 15.02., Mi. 17.02.

Regie: Ladj Ly
Mit Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djibril Zonga, Issa Perica, Al-Hassan Ly, Steve Tientcheu, Jeanne Balibar, F 2019, 102 Min. (FSK 16)

Frankreich 2018. Um seinem bei der Mutter lebenden Sohn näher zu sein, lässt sich der Polizist Stéphane nach Paris versetzen. Er wird einem Team im Vorort Montfermeil zugewiesen, einem der schwer kontrollierbaren Banlieus. In diesem Viertel herrscht ein instabiles Machtgefüge zwischen dem schwarzen Bezirksbürgermeister, dem Vorstand der islamischen Gemeinde, der organisierten Kriminalität und weiteren Gruppen. Alle Bewohner unterwerfen sich den Regeln so gut sie können und auch die Polizei passt sich an. Als Neuling ist Stéphane völlig überfordert und auf die Anleitung durch seine Kollegen angewiesen: den verschlossenen und gewaltbereiten Chris und den kooperativen Gwada, der Konflikte lieber mit Worten entschärft. Als aus dem Zirkus der „Zigeuner“ ein Löwenbaby verschwindet, drohen diese dem Bürgermeister mit offener Gewalt. Stéphanes Team gelingt es, den jugendlichen Täter zu ermitteln. Doch beim Versuch der Festnahme verliert Chris die Nerven und der Junge wird verletzt. Stéphane bemüht sich um medizinische Hilfe, aber Chris setzt alles daran, seine Tat zu vertuschen.

Mo. 22.02., Mi. 24.02.

Regie: Katrin Gebbe
Mit Nina Hoss, Katerina Lipovska, Adelia-Constance Giovanni Ocleppo, D/BUL 2019, 121 Min.

Wiebke, eine Frau in den Vierzigern, lebt gemeinsam mit ihrer neunjährigen Adoptivtochter Nikolina auf einem Reiterhof, auf dem Polizeipferde für ihren Arbeitsalltag sensibilisiert werden. Die alleinerziehende Wiebke wünscht sich schon lange ein zweites Kind. Endlich erhält sie die Möglichkeit, die fünfjährige Raya aus Bulgarien zu adoptieren. Auch wenn das Mädchen zunächst sehr verhalten reagiert, verlaufen die ersten gemeinsamen Wochen harmonisch. Raya gewöhnt sich an die deutsche Sprache, doch es wird auch schnell deutlich, dass sie nur oberflächlich ruhig und zugänglich erscheint. Mit der Zeit wird Raya immer unberechenbarer und aggressiver. Im Kindergarten gilt sie als Problemkind, das von den anderen gemieden wird. Auch Wiebke bekommt diese Distanzierung durch das Verhalten von Eltern, Bekannten und Freunden zu spüren. Zudem muss sie Nikolina vor Rayas Übergriffen schützen. Doch Wiebke will auch ihrem zweiten Kind um jeden Preis helfen. Sie sieht es als ihre Aufgabe, Raya von den dunklen Erfahrungen zu heilen, die sie prägen.

Mo. 01.03., Mi. 03.03.

Regie: Vadim Perelman
Mit Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay, Leonie Benesch, D/RUS 2019, 127 Min.

Der junge Belgier Gilles entgeht 1942 durch eine spontane Notlüge nur knapp der Erschießung durch deutsche SS-Soldaten. Er behauptet, kein Jude, sondern Perser zu sein und legt als Beweis ein Buch über Persische Mythen vor, das er tatsächlich erst kurz zuvor gegen ein Stück Baguette eingetauscht hatte. Die Soldaten nehmen ihn mit ins Durchgangslager, denn der dortige SS-Hauptsturmführer Koch hatte ihnen eine Belohnung für einen „echten Perser“ versprochen. Koch möchte Farsi lernen, weil er nach dem Krieg zu seinem Bruder nach Teheran auswandern will. Er fordert von Gilles, der sich zur Tarnung Reza nennt, ihm Farsi beizubringen. Deshalb beginnt der Belgier, eine Sprache zu erfinden, von der er kein einziges Wort kennt. Dabei muss er nicht nur den skeptischen Koch überzeugen, sondern auch den Rottenführer Max Beyer, der Gilles für einen Lügner hält und ihn unbedingt überführen will. Als Gilles die erfundenen Worte ausgehen, nutzt er die Namen der ins Lager kommenden Häftlinge, um neue zu erfinden. Doch er weiß genau, dass ihn jeder kleine Fehltritt auffliegen lassen könnte.

Mo. 08.03., Mi. 10.03.

Regie: Eliza Hittmann
Mit Sidney Flanigan, Sharon van Etten, Ryan Eggold, Talia Ryder, USA 2020, 101 Min.

Die 17-jährige Autumn lebt in einer Kleinstadt in Pennsylvania. Sie ist ein stilles und zurückhaltendes Mädchen, für dessen Sorgen und Fragen wenig Platz ist, weder an der Highschool noch zuhause bei der Mutter, den Geschwistern und dem Stiefvater. Als Autumn erfährt, dass sie schwanger ist, bleibt ihr als einzige echte Vertraute nur ihre etwa gleichaltrige Cousine Skylar. Während unklar ist, wie es zu der Schwangerschaft kam, ist für Autumn zumindest eines sonnenklar: Sie will dieses Kind nicht zur Welt bringen. Die konservative Ärztin ihrer Kleinstadt ist nicht bereit, solch ein Anliegen zu unterstützen. Und weil Autumn im ländlichen Pennsylvania für eine Abtreibung das Einverständnis ihrer Eltern bräuchte, nimmt sie ihre Ersparnisse und steigt zusammen mit der zuversichtlichen Skylar in den Bus nach New York. Doch der Weg zur richtigen Hilfe ist auch dort weit. Schon bald ist das Geld aufgebraucht. Als einziger Anker im Chaos der Großstadt bleibt den beiden Mädchen ein Junge, der versucht hatte, sich an Skylar ranzumachen.

Mo. 15.03., Mi. 17.03.

Regie: Stéphanie Chuat/Véronique Reymond
Mit Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, CH 2020, 99 Min.

Seit dem Tag, an dem ihr Zwillingsbruder Sven eine Krebsdiagnose bekommen hat, ist Lisas Leben endgültig aus den Fugen geraten. Kompliziert war es auch vorher schon. Denn Lisa versucht, wie in einem großen Spagat zwei Leben in eines zu fassen. Während sie selbst gerne in Berlin ihren Lebensmittelpunkt als Autorin sehen würde, hat ihre Kleinfamilie doch längst ihren Wohnsitz in den Schweizer Bergen. Dort verdient Lisas Ehemann Martin für sie und die beiden gemeinsamen Kinder den Lebensunterhalt als Rektor eines Nobelinternats, und verwirklicht sich dabei selbst. Wie existentiell diese Situation für Lisa ist, wird erst durch die lebensgefährliche Erkrankung ihres Bruders deutlich. Um ihn zu retten, lässt Lisa nichts unversucht. Sie kümmert sich um seine rechtlichen Angelegenheiten, spendet Blutplasma, schreibt an einem Theaterstück für sein Comeback als Schauspieler. Und als sich herausstellt, dass ihre Mutter mit der Beherbergung des dahinsiechenden Sohnes in der Berliner Wohnung hoffnungslos überfordert ist, nimmt sie Sven mit in die Schweiz. 

Mo. 22.03., Mi. 24.03.

Regie: Oscar Roehler
Mit Oliver Masucci, Hary Prinz, Katja Riemann, Frida-Lovisa Hamann, Alexander Scheer, Eva Mattes, Jochen Schropp, Desirée Nick, André Hennicke, D 2020, 134 Min. (FSK 16)

Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des Antitheaters in München stürmt und kurzerhand die Inszenierung an sich reißt, ahnt keiner der Anwesenden, dass dieser dreiste Typ einmal der bedeutendste Filmemacher Deutschlands werden wird. Der ebenso charismatische wie fordernde Jungregisseur versammelt schon bald eine bunte Truppe um sich: Schauspielerinnen, Selbstdarsteller, Lebenskünstler und Liebhaber. Mit unbändiger Energie und klarem Stilwillen dreht Fassbinder innerhalb weniger Jahre eine Vielzahl außergewöhnlicher Filme, mit denen er auf den Festivals in Berlin und Cannes für Furore sorgt. In einer Zeit voller Veränderungen und mehr oder weniger gelungener Revolutionen polarisiert und provoziert der ambitionierte Filmkünstler jedoch nicht nur mit seinen Werken. Auch sein Privatleben gerät immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Denn die Arbeitswut, die körperliche Ausbeutung aller Beteiligten und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald ihre ersten Opfer.

Mo. 12.04., Mi. 14.04.

Regie: Roman Polanski
Mit Jean Dujardin, Louis Garrel, Emmanuelle Seigner, Grégory Gadebois, F 2019, 132 Min.

Paris im Januar 1895. Alfred Dreyfus ist des Hochverrats und der Spionage für das Deutsche Reich für schuldig befunden worden. In einer demütigenden öffentlichen Zeremonie wird der stolze Artillerieoffizier degradiert, um anschließend in die Verbannung auf die Teufelsinsel geschickt zu werden. Wie der Großteil der französischen Öffentlichkeit zweifelt auch Oberst Marie-George Picquart nicht an der Schuld von Dreyfus, der sich als Jude elsässischer Herkunft gleich doppelt zum Sündenbock eignet. Als Picquart die Leitung des Auslandsgeheimdienstes übertragen wird, stellt er jedoch fest, dass die Deutschen weiterhin mit Geheiminformationen aus der französischen Armee versorgt werden. Durch seine Nachforschungen kann Picquart den wahren Schuldigen ermitteln, doch seine Vorgesetzten verbieten ihm, die Intrige gegen Dreyfus aufzudecken. Sie versuchen zudem, den aufrechten Picquart durch eine Versetzung mundtot zu machen. Als die Erkenntnisse dennoch durchsickern, gerät ganz Frankreich in Aufruhr.

Mo. 19.04., Mi. 21.04.

Regie: Christian Petzold
Mit Paula Beer, Jacob Matschenz, Franz Rogowski, Maryam Zaree, Anne Ratte-Polle, Rafael Stachowiak, D/F 2020, 90 Min.

Eigentlich ist Undine, die als Stadthistorikerin in Berlin lebt, gerade am Boden zerstört. Ihr Freund Johannes hat soeben, am Tisch im Caféhausgarten, ihre Beziehung beendet. Während sie noch nach ihm sucht, trifft sie auf Christoph, der sich bei Undine für einen Vortrag bedanken will, den sie kurz zuvor in der Senatsstelle für Stadtentwicklung gehalten hat. Der Industrietaucher war diesem Vortrag wie gebannt gefolgt, denn Undine konnte die trockenen Fakten über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin so mit Leben füllen, als sei sie selbst durch all die Jahrhunderte dabei gewesen. Als sich diese Beiden jetzt begegnen, zündet es sofort. Es beginnt eine amour fou, die alle bisherigen Liebesbeziehungen nichtig erscheinen lässt. Und als Christoph Undine mit auf seine Tauchgänge nimmt, spürt er ihre besondere Verbindung zum Wasser. Mühelos folgt sie ihm, der doch jahrelange berufliche Erfahrung hat, in die versunkene Welt eines Stausees.

Mo. 26.04., Mi. 28.04.

Regie: Benedict Andrews
Mit Kirsten Stewart, Jack O‘Conell, Anthony Mackie, Margret Qualley, Zazie Beetz, Vince Vaughn, USA 2019, 102 Min.

Durch ihre Rolle in dem Nouvelle Vague-Film „Außer Atem“ war die US-Schauspielerin Jean Seberg zum Idol einer Generation im Aufbruch geworden. Um ihre Karriere in Hollywood fortzusetzen, lässt Jean 1968 ihren kleinen Sohn und ihren Ehemann in Paris zurück. Auf dem Flug in die USA lernt sie Hakim Jamal kennen, einen Anführer der Black Panthers. Jean ist sowohl von Hakims charismatischem Auftreten, als auch von seinem politischen Engagement beeindruckt. Gegen den Rat ihres Agenten lässt sie sich noch auf dem Rollfeld des Flughafens als Unterstützerin der Bürgerrechtsgruppe fotografieren, mit solidarisch erhobener Faust. Das FBI reagiert sofort und nimmt die Schauspielerin ins Visier. Als Jean sich auf eine Liebesaffäre mit Hakim einlässt, ist eine komplette Überwachung mit heimlich installierten Wanzen, mitgehörten Telefonaten und indiskretem Fotomaterial die Folge. Jean ahnt, dass man sie ausspioniert. Der junge FBI-Agent Jack Solomon, der mit der Beschattung beauftragt ist, wird Zeuge ihrer zunehmenden psychischen Verunsicherung. Während das Leben der Schauspielerin aus den Fugen gerät, wachsen bei Jack die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Überwachung.

Mo. 03.05., Mi. 05.05.

Regie: Jan Komasa
Mit Bartosz Bielenia, Eliza Rycembel, Aleksandra Konieczna, Tomasz Zietek, Barbara Kurzaj, Leszek Lichota, POL 2019, 115 Min. (FSK 16)

Mit Anfang 20 scheint Daniels Leben schon am Ende zu sein. Die Gefängnisstrafe für eine Gewalttat hat er zwar abgesessen, aber weder seine Kumpane noch der Rest der Gesellschaft machen den Anschein, ihm eine Chance auf Veränderung zu geben. Daniel würde gerne Priester werden, aber der Gefängnispfarrer macht ihm keinerlei Hoffnung darauf. Stattdessen soll der junge Mann sich am anderen Ende Polens in einem Sägewerk melden, bei einem Projekt zur Wiedereingliederung. Doch Daniel hat es satt, immer nur mit Misstrauen und Verachtung konfrontiert zu werden. Noch vor dem Sägewerk macht er kehrt und sucht erst die Kirche des nahen Ortes auf. Um ein Mädchen zu beeindrucken, dem er dort begegnet, gibt er sich als Priesteranwärter auf Wanderschaft aus. Diese Lüge ändert alles. Plötzlich begegnet man ihm mit Hochachtung und Sympathie. Der amtsmüde alte Priester des Ortes braucht dringend eine kleine Auszeit. Er bittet den jungen Anwärter, ihn ein paar Tage zu vertreten. Um nicht aufzufliegen, spielt Daniel seine Rolle weiter. Wie sich zeigt, bringt er dafür Talent mit. Dabei ist die Aufgabe nicht leicht, denn die Bewohner des Ortes stehen unter dem Eindruck eines tragischen Unglücks, dem vor kurzem mehrere Jugendliche zum Opfer gefallen sind.

Mo. 10.05., Mi. 12.05.

Regie: Julia von Heinz
Mit Mala Emde, Noah Saavedra, Tonio Schneider, Luisa-Céline Gaffron, Andreas Lust, D/F 2020, 111 Min.

Die 20-jährige Luisa studiert im ersten Semester Jura in Mannheim. Noch lebt sie bei ihren Eltern, in einer gepflegten Villa auf dem Lande, aber Luisa würde gerne selbständig werden und in das Wohnprojekt P81 einziehen. Sie ist politisch sehr engagiert und von diesem autonom geführten Zentrum aus plant auch die örtliche Antifa ihre Aktionen. Ihre Schulfreundin Batte setzt sich dafür ein, Luisa als neue Wohngenossin aufzunehmen. Zunächst aber nimmt sie an einer Protestaktion gegen die Wahlveranstaltung einer populistischen Gruppierung teil. Als es am Rande dieser Aktion zu Rangeleien mit den rechts-militanten Ordnern kommt, gelingt es Luisa, ein Handy zu erbeuten. Damit beeindruckt sie den charismatischen Alfa, in den sie sich inzwischen verliebt hat. Schon bald kann Luisa ihren Umzug ins P81 in die Tat umsetzen. Durch die Daten des gestohlenen Handys bekommen die linken Aktivisten Einblick in geplante Aktionen der Rechten. Dabei entbrennt in der Gruppe ein Konflikt darüber, ob der Einsatz von Gewalt im Widerstand gegen den politischen Gegner gerechtfertigt ist oder nicht.

Mo 17.05., Mi 19.05.

Regie: Terrence Malick
Mit August Diehl, Valerie Pachner, Maria Simon, Tobias Moretti, Bruno Ganz, Matthias Schoenaerts, Ulrich Matthes, D/USA 2019, 180 Min.

Als Franz Jägerstätter, ein einfacher Bauer aus Oberösterreich, 1940 erstmals zur Wehrmacht eingezogen wird, ist er 33 Jahre alt. Er lebt mit seiner Frau Franziska in dem kleinen Ort St. Radegund, hat drei noch ganz junge Töchter und ist aus tiefer Überzeugung Christ. Als bewaffneter Soldat in einem Krieg zu kämpfen und zu töten kommt für ihn deshalb nicht in Frage. Mit dieser Meinung steht er auch im Kreise der sonntäglichen Kirchgänger alleine da. Für die anderen Männer der Gemeinde ist es selbstverständlich, für die „Heimat“ und das „Vaterland“ in den Krieg zu ziehen und deshalb der Wehrmacht und dem „Führer“ Treue zu schwören. Franz ist seiner Familie und dem bäuerlichen Dasein innig verbunden. Er weiß auch, welches Risiko er eingeht, wenn er sich dem Wehrdienst verweigert. 1940 gelingt es noch, ihn als „unabkömmlich“ einstufen zu lassen. Franz kehrt auf seinen Hof zurück und wird 1941 ehrenamtlich Küster der Kirchengemeinde. Doch im März 1943 wird er erneut einberufen. Als er weiterhin zu seiner durch den Glauben begründeten Verweigerung steht, wird Franz Jägerstätter in das Wehrmachtuntersuchungsgefängnis in Berlin gebracht, um vor das Reichskriegsgericht gestellt zu werden.

Mo 31.05., Mi 02.06.

Regie: Savas Ceviz
Mit Max Riemelt, Oskar Netzel, Isabell Gerschke, D 2019, 99 Min. (FSK 16)

Sympathisch, freundlich, aber sehr distanziert, so wirkt der noch junge Architekt Markus auf Außenstehende. Die Einsamkeit, in der er lebt, hat sich Markus bewusst auferlegt. Er hält Distanz zu seinen Mitmenschen, um den Trieb besser kontrollieren zu können, gegen den er noch kein Mittel gefunden hat. Markus liebt kleine Jungs und fühlt sich sexuell zu ihnen hingezogen. Dabei ist er ein Gefangener zwischen der unbeherrschbaren Sehnsucht und dem eigenen Widerwillen daran. Als in der Nachbarschaft die alleinerziehende Jessica mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur einzieht, wird der innere Konflikt in Markus auf eine schwere Probe gestellt. Jessica verliebt sich ganz offensichtlich in ihn, während er seine Zuneigung für Arthur kaum unterdrücken kann. Verzweifelt sucht er Hilfe von außen und gesteht seinem Hausarzt sein Verlangen ein, doch der verweist ihn nur angewidert aus der Praxis.

Mo 07.06., Mi 09.06.

Regie: Gregor Erler
Mit Thilo Prothmann, Tom Keune, Mignon Remé, Marie Anne Fliegel, Wolfgang Packhäuser, D 2018, 97 Min. (FSK 16)

Seit Jahrzehnten lebt der Rentner Dietmar in einem zunehmend heruntergekommenen Berliner Mietshaus. Wie die anderen Häuser in der Straße soll auch dieses saniert und für reiche Käufer herausgeputzt werden. Die letzten verbliebenen Nachbarn, darunter eine demente Greisin und eine aufgeregte Muslima, lassen sich am Räumungstag durch die Polizei aus dem Haus geleiten. Doch Dietmar, der zudem bewaffnet ist, weigert sich standhaft, seine Wohnung aufzugeben. Auch sein Sohn, der Klempner Tobias, versucht ihn zum Umzug in eine Sozialwohnung zu bewegen. Zwischen Dietmar und dem Makler der Firma Immolux, der für einen reibungslosen Verlauf der Renovierungspläne sorgen soll, entwickelt sich ein handfester Streit. Als dann plötzlich die junge Polizistin Shirin in der Tür steht, muss Tobias entscheiden, auf wessen Seite er hier steht.

Mo 14.06., Mi 16.06.

Regie: Robert Eggers
Mit Robert Pattinson, Willem Dafoe, Valeriia Karaman, USA 2019, 99 Min. (FSK 16)

Neuengland im 19. Jahrhundert. In der Einsamkeit einer kleinen Felseninsel versehen zwei Leuchtturmwärter ihren Dienst. Selbst hier, am Außenposten der Zivilisation, gibt es eine klare Hierarchie: Der brummige Tom, äußerlich ein Vorzeige-Seebär mit Vollbart und Pfeife, ist der Boss, der schlaksige Ephraim ist sein Gehilfe. Der robuste Tom führt sich auf, als wäre er der Kapitän auf einer waghalsigen Expedition. Er vertreibt sich die Langeweile mit billigem Rum und derben Späßen. Seinem neuen Gehilfen Ephraim scheint die Einsamkeit dagegen schlecht zu bekommen. Er entwickelt eine Obsession für das Leuchtfeuer und verliert langsam aber sicher die Urteilskraft über die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit.
„Der Leuchtturm“ wurde vor der Corona-Pandemie geplant und gedreht. Doch er präsentiert ein Psychogramm der Einsamkeit, das wie eine grotesk verzerrte Spiegelung der Lockdown- und Quarantäne-Erfahrungen unserer Zeit erscheint.

Ihre Ansprechpartnerin

Natalie Dilekli
02323 / 16-1507
natalie.dilekli@herne.de

Volkshochschule der Stadt Herne

Wilhelmstr. 37 | 44649 Herne
Tel: 02323 / 16-1643
Fax: 02323 / 16-12339255
E-Mail: vhs@herne.de

Öffnungszeiten

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08.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr

Freitag
08.30 - 12.00 Uhr