125 Jahre Stadt Herne

Herne vorgestern, gestern und heute. Eine stadtgeschichtliche Dia-Show aus Anlass des 125. Geburtstages der Stadtwerdung (Alt-)Hernes

Eine Kooperation mit dem Stadtarchiv und der Geschichtsgruppe "Die Vier!"

Am 01. April 1897 verlieh die "königliche Regierung" zu Arnsberg Herne das Stadtrecht. Diese Aufwertung und Ehre trug dem schnellen Wachstum der Gemeinde Rechnung. In dem Zeitraum von 1847 bis 1890 nämlich war aus dem einstigen "1000-Seelen-Dorf" eine Stadt mit 20.000 Einwohner*innen geworden!   
Der 125. Geburtstag der Stadtwerdung (Alt-)Hernes in diesem Jahr ist allemal ein Anlass, die Geschichte und Entwicklung unserer Heimatstadt nachzuzeichnen und nicht zuletzt auch einen Ausblick in die Zukunft zu geben. Und genau das möchte die Dia-Show leisten.
Sie lädt ein zu einer Zeitreise der besonderen Art: Herne zwischen vorgestern, gestern und heute. Mit Stadtarchivar Jürgen Hagen, Alina Gränitz (Stadtarchiv) und Gerd Körner (Geschichtsgruppe "Die Vier!").
Es ist schon spannend zu sehen, wie rasant sich Herne veränderte. Wachstum und Wandlungsfähigkeit waren immer ihre Wegbegleiter. Dafür stand der Bergbau Pate. Und nicht zuletzt die Köln-Mindener-Eisenbahn.
Die Dia-Show zeigt historische Bilder von 1900 bis in die 1970-er Jahre hinein, Luftbildaufnahmen aus den 1950-er und 1960-er Jahren und dazu Fotomontagen des Fotografen/Heimatforschers Gerd Biedermann (gest. 2021).
Sie zeugen von einer Stadtentwicklung mit fast beispiellosem Tempo. Heute würde man hier das Bild "Boomtown" bemühen. Und die Diashow des Abends belegt wie es dazu kam.  
Und heute? Hernes dynamische Entwicklung hat Fahrt aufgenommen! In Wirtschaft, Lehre, Medizin, Kultur und Vielfalt. Mit nun 125 Jahren - ist unsere Stadt noch längst nicht in die Jahre gekommen. Im Gegenteil! Sie erfindet sich gerade wieder neu...
Zugang: 2G
Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Schutz-Votrgaben, die auch auf der vhs-Homepage zu finden sind.

2010    Mittwoch, 06.04., 18.30 - 20.00 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Jürgen Hagen, Alina Gränitz, Gerd Körner

Schlagader des Reviers

Fahrradexkursion am Rhein-Herne-Kanal

1914 wurde die junge Stadt Herne zum Ausgangspunkt und zur Namensgeberin einer der wichtigsten Verkehrswege der Region. Der Erste Weltkrieg überschattete jedoch die Eröffnung des Rhein-Herne-Kanals. Die 37 km lange „Schlagader des Reviers“ ermöglichte dem Bergbau und der Industrie des Reviers den Zugang zum Rhein und damit zu Überseehäfen wie Rotterdam. Seitdem hat sich Vieles verändert.
Die Radtour erkundet die Spuren von Bergbau und Strukturwandel, von Freizeit und Arbeit am Rhein-Herne-Kanal. Der Weg führt über ca. 25 km zwischen der ehemaligen königlich-preußischen Werft in Horsthausen und der Zeche Unser Fritz. Start und Ziel ist das Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1, 44623 Herne
Das eigene Rad ist mitzubringen. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an. Zugang: 2G
Bitte beachten Sie, die aktuellen Regeln der Corona-Schutzverordnung - die auch auf der Homepage der vhs zu finden sind. .
2011    Donnerstag, 21.04., 11.00 - 14.00 Uhr
    entgeltfrei
    Treffpunkt: Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Daniel Sobanski

Herner Fußball-Anekdoten

Bebilderter Vortrag

„Warum redet man hier nur über den SV Sodingen und Hännes Adamik,“ beschwerte sich in den 1950er-Jahren der Pastor der ev. Johannis-Kirche während einer Sonntagspredigt. Diese und andere Anekdoten, die sich um den heimischen Fußball ranken, hat der Herner Autor und Journalist Friedhelm Wessel gesammelt. Im Mittelpunkt dieser kleinen Kickergeschichten stehen die ehemaligen Fußballer wie „Gerdi“ Harpers, Friedhelm Jesse, Harry Bohrmann, Hans Tilkowski, Christian Korek, Karl-Heinz Brücken, Siegfried Grams und Bernd Thiele. Aber auch kleine Anekdoten von Zeitzeugen/Fans werden in dem bebilderten Vortrag erzählt. Und wenn Sie Lust haben, das eine oder andere Kicker-Döneken beizutragen, dann sind Sie herzlich dazu eingeladen. Zugang: 2G
Bitte beachten Sie die aktuellen Regeln der Corona-Schutzverordnung, die auch auf der vhs -Homepage zu finden sind.
2012    Dienstag, 26.04., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Friedhelm Wessel

Mont-Cenis in Sodingen - zwischen gestern und morgen

Besichtigung vor Ort

Die Akademie Mont-Cenis im Herzen von Sodingen ist ein Aushängeschild für unsere Stadt. Das war schon so, als das Leuchtturm-Projekt der IBA (Internationale Bauausstellung Emscher Park) seiner Bestimmung übergeben wurde. 1999. Und auch das große Finale der IBA Emscher Park fand hier statt. Nicht anderswo!
Und mit viel Prominenz sowieso! Bundespräsident Johannes Rau, Ministerpräsident Wolfgang Clement oder Professor Karl Ganser, der "Vater" der IBA - sie alle waren hier.  
Welcher Ort könnte also geeigneter sein, um das 125-jährige Jubiläum unserer Stadt zu feiern? Hier, wo Geschichte und Zukunft einander so wunderbar begegnen?    
Und auch Superlative. In der Klimahülle aus Glas ist noch immer eine der weltweit größten dachintegrierten Photovoltaik- Anlagen zu sehen, ein Bestandteil des Energieparks Mont-Cenis. Und unter der Kuppel wird Zukunft gemacht. Sie beherbergt die Fortbildungsakademie des Innenministeriums des Landes NRW und einen viel genutzten Bürgersaal.  
Genau hier war das Zentrum der Zeche Mont-Cenis, die erst 1978 stillgelegt wurde. Und auch hier begegnen sich Geschichte und Zukunft! Die Nutzung des Grubengases des einstigen Schachtes zur Energiegewinnung - ein bundesweites Pilotprojekt der Stadtwerke Herne AG. Schon 1997. Umweltschonend noch dazu. Das Gas mit hohem Brennwert wird nicht mehr - umweltschädlich und ungenutzt - in die Atmosphäre geleitet. Es wird im Energiepark Mont-Cenis zum Betrieb eines Blockheizkraftwerks (BHKW) energetisch genutzt. Zur Erzeugung von Strom und Wärme nämlich. Der Strom wird in das städtische Netz eingespeist. Mit der Wärme werden die Akademie, eine angrenzende Wohnsiedlung und Klinik versorgt. Durch den alternativen Einsatz von Grubengas werden pro Jahr etwa 60.000 t Kohlendioxid-Emission vermieden. Wenn das nicht Zukunft ist! Doch schauen Sie selbst! Zugang: 2G
Die aktuellen Corona-Schutz-Vorgaben, die zu beachten sind, finden Sie auch auf der vhs-Homepage.
2013    Mittwoch, 27.04., 16.00 - 17.30 Uhr
                entgeltfrei
    Akademie Mont-Cenis, Mont-Cenis-Platz 1 (vor dem Haupteingang)
    Sebastian Hageleit, Ulrike Martin

Schwarze Tage - Grubenunglücke in Herne

Film und Gespräch

Der Bergbau ließ Herne werden und wachsen. Nicht selten wurde die Kohle als "Grubengold" bezeichnet. Aber es gab leider auch schwarze Tage in der Geschichte...     
Im Herner Bergbau ereigneten sich im Zeitraum von 1861 bis 1978 eine Reihe schwerer untertägige Unglücke, bei denen 420 Kumpels ums Leben kamen. Hinzu kamen weitere, kaum wahrgenommene Einzel-Unfälle, bei denen ebenfalls etliche Bergleute starben. Auch der 2. Weltkrieg hinterließ Spuren im Herner Bergbau, so am 6. November 1944, als eine Fliegerbombe der Alliierten zur Mittagszeit die Mannschaftskaue des Pütts in Schutt und Asche legte. Im Mittelpunkt des Vortrags steht ein 25-minütiger Film, der 2019 unter dem Titel "Der schwarze Tag von Sodingen" im Umfeld des ehemaligen Bergwerks Mont-Cenis entstand. Zeitzeuge Jürgen Sunderwerth schildert hier eindrucksvoll die Geschehnisse des Unglücks vom 22. Juni 1965. Auch an das letzte große Herner Grubenunglück am 29. Juni 1966 auf der Schachtanlage Shamrock 1/2 soll erinnert werden. Der Referent bringt authentisches Rettungsgerät mit zur Veranstaltung und lädt im Anschluss zum Film zum Gespräch. Zugang: 2G
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2014    Montag, 02.05., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Friedhelm Wessel

Herner Bergbau in der Kunst

Bebilderter Vortrag

Hans Klemke, Josef Steib, Prof. Carl Determeyer und Hermann Peter setzten mit ihren künstlerischen Arbeiten dem Herner Bergbau ein Denkmal. Schon 1927 ging der Berliner Künstler Hans Klemke auf Revierentdeckertour. Seine Hochzeitsreise führte den Künstler und seine Frau unter anderem auch nach Herne, wo der gelernte Grafiker die Zeche Friedrich der Große 3/4 skizzierte, später wurde daraus ein großflächiges Kunstwerk, das sich heute in Privatbesitz befindet. Josef Steib, verschlug es in den 1930er-Jahren nach Herne, wo er ebenfalls "Piepenfritz" als Motiv entdeckte. In den 1950er-Jahren beauftragte die "Piepenfritz-Werksleitung" den Münsteraner Prof. Carl Determeyer mit der Anfertigung von 20 großflächigen Aquarellen. Bei Ehrungen verdienter Mitarbeiter griff FdG damals auch gerne auf eine Mappe mit jeweils Kunstdrucken der Determeyerschen Aquarelle zurück. Hermann Peter fand in der aktiven Herner Kohlenzeit in den Pütts Shamrock, Friedrich der Große und Pluto dankbare Motive. Auch Herner Künstler wie Hermann und Jupp Gesing, Wilhelm Imhoff, Hans Menne und Ernst Larberg wählten heimische Pütts als Motiv. Etwas aus der Reihe der "Montanmaler" fällt dagegen der lange in Röhlinghausen lebende Ex-Bergmann Albert Kelterbaum, der sich mit seinen außergewöhnlichen Milieustudien als "Zille des Reviers" einen Namen machte. Zugang: 2G
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2016    Dienstag, 24.05., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Friedhelm Wessel

Unter dem Rasen - Eisenerzbergbau in Herne

Bebilderter Vortrag

Herne ist bekannt als Stadt der Bohrhämmer und Heimat vieler Steinkohlenzechen. Aber Eisenerz? Tatsächlich wurde lange bevor die großen Kohlegruben in Betrieb gingen, in Herne Eisenerz gefördert. Wie überall in den feuchten Niederungen der Emscher kam auch in Baukau sogenannter Raseneisenstein vor. In den 1830er Jahren ließen die Industriepioniere Friedrich Harkort und Heinrich Kamp den Rohstoff gewinnen, um ihn auf ihrer Eisenhütte auf der Burg Wetter an der Ruhr zu verschmelzen.
Der Vortrag spürt der Wirtschafts- und Technikgeschichte dieses wichtigen Kapitels der Frühindustrialisierung im Ruhrgebiet nach. Zugang: 2G
Bitte beachten Sie, die aktuellen Corona-Schutz-Vorgaben, die auch auf der vhs-Homepage zu finden sind.
Wenn die Veranstaltung in Präsenz nicht stattfinden kann, wird sie Online durchgeführt.
2017    Mittwoch, 25.05., 19.00 - 20.30 Uhr
    entgeltfrei
    vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
    Daniel Sobanski