VHS Spezial

Die VHS-Galerie

im Haus am Grünen Ring in Wanne

Die VHS-Galerie ist die Ausstellungsmöglichkeit für Herner Künstlerinnen und Künstler - und dies bereits seit den 1960er Jahren. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Plattform für die Künstlerinnen und Künstler der Region, die sich Herne verbunden fühlen. Ausstellungen zum Thema Fotografie sind ein zusätzlicher inhaltlicher Schwerpunkt.

Die Ausstellungsmöglichkeit ist bis auf einige wenige Ausnahmen - aktiv arbeitenden Künstlern vorbehalten. Pro Jahr zeigt die VHS-Galerie vier Ausstellungen. Die Ausstellungsräume bieten mit circa 60 Metern Wandlänge genug Platz, um einen Überblick über ein Schaffen zu geben oder auch, um Gruppenausstellungen zu zeigen. Eine große Anzahl Wechselrahmen unterschiedlicher Größe macht es möglich, ein einheitliches Auftreten zu gestalten.

Die VHS-Galerie
Haus am Grünen Ring, Herne-Wanne
Wilhelmstraße 37

Ausstellungen in diesem Semester

Eröffnung der Ausstellung: 22. Februar, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 22. Februar bis 12. April 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

lilasART steht für kreatürliches Gestalten und visuelle Interaktion in der Farbgestaltung und Farbwahrnehmung.
In einem Hinterhof in Wanne hat sich Cara Lila Bauer ihr Atelier eingerichtet. In Räumlichkeiten, die schon einmal einem anderen Wanner Künstler - Edmund Schuitz - als Wirkungsstätte gedient hatten. Informelle und figürliche Malerei sowie Collagen, Assemblagen und Druckgrafiken sind die künstlerischen Mittel von Cara Lila Bauer. Ihre Werke entstehen durch serielles Arbeiten, durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes oder Themas. Die Farbigkeit wird zu einem der Kommunikatoren für den Informationsgehalt der Bilder.

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 3. Mai, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 03.05. bis 14.06.2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Reiner Glebsattel lebt und arbeitet als Künstler in Herne. Hier ist er sowohl im angewandten Bereich als Grafik-Designer tätig gewesen als auch immer schon als freier Künstler. Als Künstler in Herne war es für ihn wichtig, im Jahr 1990 als Gründungsmitglied den Herner Künstlerbund mit zu initiieren, von 2007 bis 2016 leitete er diesen als Vorsitzender.
Zu sehen sind in der VHS-Galerie freie Grafiken wie Siebdrucke, Zeichnungen, Tusche- und Fotoarbeiten, Computergrafiken, sowie Auftragsarbeiten wie Plakete, Kataloge und Buchillustrationen aus der Zahnmedizin.

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 26. Juni, 12.00 Uhr

Ausstellunsdauer: 26. Juni bis 24. Juli 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Die Jugendwerkstatt der Jugendkunstschule Wanne-Eickel e. V. präsentiert bei der VHS-Werkschau 2019 freie Arbeiten mit dem Thema "Mensch abstrakt". Dabei setzen sich die Jugendlichen und ihre Werkpädagog*innen künstlerisch mit dem menschlichen Körper, den Sinnen, Gefühlen und Gewohnheiten auseinander. Entstanden sind expressive, abstrakte und lebendige Exponate, die das Motiv Mensch in seiner Komplexität darstellen und innere Bilder sichtbar machen.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 30. Juli, 12.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 30. Juli bis 28. August 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kunstkurses von Rob Leuchtenberger stellen vor, was in den letzten Semestern entstanden ist. Auch Werke des Dozenten werden zu sehen sein.

 

Filmforum der VHS-Herne

Seit 1979 gibt es diese Einrichtung bei der VHS. Seit dieser Zeit wurde das Filmforum von Hartmund Kaminski, Filmregisseur aus Düsseldorf, betreut. Nach dem Tod von Hartmund Kaminski übernahm der Filmwissenschaftler Dr. Martin Hellmold 2016 diese Aufgabe. Zusammen mit cineastisch interessierten Vertretern der unterschiedlichen Parteien wählt der Filmbeirat zweimal im Jahr Filme aus, die in das Programm des Filmforums aufgenommen werden. Dies sind in erster Linie keine Mainstream-Filme, d. h. es stehen solche Filme im Vordergrund, die einen besonderen Anspruch erfüllen. Filme, die im „normalen“ Kinoprogramm gar nicht oder nur kurz gezeigt würden, kommen so nach Herne und können von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesehen werden.

Es werden im Jahr ca. 35 Filme gezeigt. Durch die seit 2005 stattfindende Zusammenarbeit mit der „Filmwelt Herne“ ist es möglich, die Filme je dreimal pro Woche, sonntags, montags und mittwochs, zu zeigen. Die sehr gute Kooperation hat auch den Vorteil, Filme nun in einer hervorragenden Qualität in toller Kinoatmosphäre genießen zu können.

Filmforum
Haus am Grünen Ring, Herne-Wanne
Wilhelmstraße 37
44649 Herne

Das aktuelle Kinoprogramm

So. 17.02., Mo. 18.02., Mi. 20.02.

Regie: Andreas Dresen
Mit Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Peter Schneider, Alexander Hörbe, Leni Wesselmann, D 2018, 127 Min.

Gerhard Gundermann, von Freunden und Fans liebevoll „Gundi“ genannt, ist auf der Bühne ein umjubelter Liedermacher. Doch ein Pop-Star will er nicht sein. Deshalb bleibt er seinem Hauptberuf treu und buddelt als Baggerführer Braunkohle aus dem Boden der Lausitz. Gundermann ist eben kein Typ für ein einfaches Leben. Damit passt er eigentlich zur DDR, denn die ist auch kein einfaches Land. Voller Widersprüche sind sie beide. Gundi ist zugleich Kommunist und kritischer Liedermacher. Er bespitzelt seine Freunde für die Stasi und wird doch zugleich aus der SED rausgeschmissen. Wer so aufrichtig sein und seine Überzeugungen leben will, verwickelt sich vermutlich überall in Widersprüche, und in der DDR sowieso. Wie kompliziert dieses Leben aber wirklich ist, wird erst deutlich, als der Staat zusammenbricht. Ein Vorhang fällt von allem ab, was dort verborgen war. Gundi macht zwar weiter erfolgreich Musik, sogar im Vorprogramm von Bob Dylan, aber einfacher wird seine Welt durch den Wegfall politischer Zwänge keineswegs.

 

So. 24.02., Mo. 25.02., Mi. 27.02.

Regie: Richard Eyre
Mit Emma Thompson, Stanley Tucci, Fionn Whitehead, Ben Chaplin, Jason Watkins, GB 2017, 105 Min.

Darf ein Krankenhaus siamesische Zwillinge operieren, wenn schon vorher feststeht, dass dabei nur eines der Kinder überleben wird? Richterin Fiona Maye hat täglich über derart dramatische Fälle zu entscheiden. Neben ihrer juristischen Kompetenz und ihrem souveränen Auftreten benötigt sie für ihre Tätigkeit besonders zwei ganz gegensätzliche Eigenschaften: Einfühlsamkeit und professionelle Distanz. Dieser Verhaltenskodex, den die Familienrichterin sonst streng befolgt, gerät im Fall des 17-jährigen Adam ins Wanken. Er ist Zeuge Jehovas und leidet an Leukämie. Eine Bluttransfusion würde sein Leben retten, doch seine Eltern und er selbst lehnen diese Behandlung aus religiöser Überzeugung ab. Bevor sie entscheidet, ob die Transfusion dennoch durchgeführt werden darf, besucht die Richterin Adam am Krankenbett. Sie lernt ihn als einen begeisterungsfähigen, kreativen und vor Lebensfreude glühenden jungen Mann kennen. Und Adam ist sichtlich davon beeindruckt, dass die Richterin ihn persönlich sprechen will.

 

So. 03.03., Mo. 04.03., Mi  06.03.

Regie: Spike Lee
Mit John David Washington, Adam Driver, Topher Grace, Laura Harrier, Robert John Burke, Alec Baldwin, Harry Belafonte, USA 2018, 134 Min.

An Selbstbewusstsein fehlt es Ron Stallworth ganz sicher nicht. Ohne jeden sichtbaren Zweifel marschiert er ins Hauptquartier der Polizei und erklärt dem Chef der Behörde, dass er der Mann sei, auf den sie hier gewartet haben. Er will der erste schwarze Cop von Colorado Springs werden. Yes, Sir! Dass fast alle anderen Polizisten dort solche Typen wie ihn nur „Bimbos” nennen, hat Ron allerdings nicht erwartet. Für einige Zeit muss sich der Polizeianwärter im Archiv schikanieren lassen, dann bekommt er tatsächlich eine Chance als verdeckter Ermittler. Er soll eine Studentenveranstaltung der Black Panther ausspionieren. Ron findet es allerdings nicht wirklich cool, seine eigenen Leute zu beschnüffeln. Deshalb greift er im Revier kurz entschlossen zum Telefon, ruft den Klu-Klux-Klan an und stellt sich mal eben als Rassist vor, der gerne mitmachen möchte. Damit setzt er eine Ermittlung in Gang, die ihn und seinen jüdischen Kollegen Flip schnell richtig ins Schwitzen bringt.

 

So. 10.03., Mo. 11.03., Mi. 13.03.

Regie: Eva Trobisch
Mit Aenne Schwarz, Andreas Döhler, Hans Löw, Tilo Nest, Lisa Hagemeister, Lina Wendel, D 2018, 93 Min.

Janne und ihr Freund Piet, beide um die Dreißig, sind gerade mit ihrem gemeinsamen beruflichen Projekt, einem kleinen Verlag, gescheitert. Janne sucht also nach einem neuen Job und will auch gemeinsam mit Piet in ein kleines Haus auf dem Land ziehen. Auf einem Klassentreffen feiert sie ausgelassen und freundet sich mit dem sympathisch wirkenden Martin an. Ohne Hintergedanken bietet sie ihm an, auf ihrer Couch zu übernachten. Doch Martin hat das offenbar anders verstanden. Er will Sex mit ihr, und weil er stärker ist und er ihr „Nein“ nicht ernst nimmt, bekommt er, was er will. Während Janne noch nicht klar ist, wie sie mit diesem verstörenden Erlebnis umgehen soll, absolviert sie erfolgreich ein Bewerbungsgespräch. Dann stellt ihr neuer Chef Janne noch einen Kollegen vor, seinen Schwager. Es ist Martin, der offensichtlich am liebsten im Erdboden versinken würde, als er Janne so unvermittelt wieder begegnet. Sein Gesprächsangebot wehrt sie jedoch ab, und auch Piet gegenüber kann sie sich mit ihren Problemen nicht anvertrauen.

 

So. 17.03., Mo. 18.03., Mi. 20.03.

Regie: Ashgar Farhadi
Mit Penélope Cruz, Javier Bardem, Ricardo Darín, Eduard Fernández, Bárbara Lennie, SP/F 2017, 132 Min.

Vor 16 Jahren war Laura nach Argentinien ausgewandert. Jetzt reist sie mit ihren beiden Kindern zurück in ihr spanisches Heimatdorf. Ihr Mann Alejandro kann sie wegen wichtiger Geschäfte nicht begleiten. Der Anlass der Reise ist erfreulich: Die jüngste Schwester heiratet endlich und das ganze Örtchen scheint in Festtagsstimmung. Besonders Lauras Tochter Irene, im wildesten Teenageralter, stürzt sich vergnügt in die Familienfeier. Für Laura selbst treten dagegen schon bald Misstöne auf. Da ist der Neid ihrer älteren Schwester, die mit dem Ehemann ein wenig erfolgreiches Hotel führt und Laura für reich und sorgenfrei hält. Auch das Wiedersehen mit ihrem Ex-Lover Paco sorgt für Probleme. Mit dem Land, das er einst von Laura gekauft hatte, ist er als Winzer sehr erfolgreich. Die Hochzeit ist dennoch ein Freudenfest, das auch ein Stromausfall nicht trüben kann. Doch dann ist Lauras Tochter plötzlich spurlos verschwunden.

 

So. 24.03., Mo. 25.03., Mi. 27.03.

Regie: Hans Weingartner
Mit Mala Emde, Anton Spieker, D 2018, 145 Min.

Jule studiert Biologie und hat gerade eine wichtige Prüfung vergeigt. Jan erfährt von seinem Politik-Professor, dass er das erhoffte Stipendium nicht bekommen wird. Kein glücklicher Anfang für die Semesterferien in einem Sommer, der doch so schön werden könnte. Jule macht sich mit ihrem alten Campingbus, Typ Mercedes 303, auf die Reise nach Portugal. Dort lebt ihr Freund, mit dem sie eine ziemlich wichtige Sache zu besprechen hat. Jan will auch in den Süden, nach Spanien, um seinen leiblichen Vater zu besuchen, von dem er erst seit wenigen Jahren weiß. Und weil er seine Mitfahrgelegenheit verpasst, fragt er eine junge Frau an der Autobahnraststätte, ob sie ihn in ihrem Campingbus ein Stück mitnehmen könnte. Jule sagt ja, aber schon bald gehen ihr die Ansichten ihres Mitfahrers so sehr auf die Nerven, dass sie ihn wieder vor die Tür setzt. Bis sie sich am nächsten Rastplatz wiedertreffen.
Ein romantisches Roadmovie über die langsame Annäherung zweier Seelen auf der Reise durch Europa.

 

So. 31.03., Mo. 01.04., Mi. 03.04.

Regie: Joachim A. Lang
Mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Robert Stadlober, D/B 2018, 130 Min.

Berlin 1928. Nach der triumphalen Premiere der „Dreigroschenoper“ im Theater am Schiffbauerdamm will der Filmproduzent Seymour Nebenzahl das Stück auch für das Kino inszenieren lassen. Der Autor Berthold Brecht soll die Grundlagen für das Drehbuch liefern, die Regie wird dem damaligen Starregisseur Georg Wilhelm Pabst übertragen. Brecht greift die Idee gerne auf, ist indes keinesfalls bereit, sich vor den Karren der Filmindustrie spannen zu lassen. Ihm schwebt nicht weniger vor als eine ganz neue Art von Film, der nicht nur die Bühnenversion auf die Leinwand überträgt, sondern auch dieses neue Medium hinterfragt und die Künstlichkeit der Inszenierung sichtbar macht. Nebenzahl will dagegen lediglich die Erwartungen des Publikums befriedigen, Geld verdienen und die Zensurbehörden nicht unnötig herausfordern. Deshalb drängt er Brecht schon bald aus dem Projekt heraus und engagiert neue Drehbuchautoren. Doch so einfach lässt sich der Autor der „Dreigroschenoper“ das Recht an seinem Werk nicht aus den Händen reißen.

 

So. 07.04., Mo. 08.04., Mi. 10.04.

Regie: Thomas Stuber
Mit Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth, Andreas Leupold, Michael Specht, Ramona Kunze-Libnow, Henning Peker, Steffen Scheumann, D 2017, 125 Min.

Ein Großmarkt, irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Hier beginnt für Christian die Probezeit als Mitarbeiter in der Sortierung der Getränkeabteilung. Der erfahrene Kollege Bruno, ein ehemaliger Fernfahrer mit DDR-Biografie, nimmt sich des wortkargen jungen Mannes an. Er führt ihn in die Steuerung des Gabelstaplers ein und sorgt als väterlicher Freund dafür, dass sich der Neuling bei der Arbeit nicht so allein fühlt. Beim Blick durch die Regale entdeckt Christian auch Marion, die im Süßwarengang nebenan arbeitet. Als die Beiden sich am Kaffeeautomaten wiedersehen, beginnt die etwas ältere Kollegin mit dem schüchternen Frischling zu flirten. Schon bald sehnt sich der einsam in einer Plattenbauwohnung lebende Christian sehr nach Marion, von der die Kollegen erzählen, sie sei unglücklich verheiratet. Brunos Sehnsucht gilt dagegen der Vergangenheit. Er vermisst die Freiheit des Fernfahrerlebens.

 

So. 14.04., Mo. 15.04., Mi. 17.04.

Regie: Nikolaus Leytner
Mit Simon Morzé, Emma Drogunova, Bruno Ganz, Johannes Krisch, Regina Fritsch, Karoline Eichhorn, A/D 2018, 113 Min.

Als sein Vater stirbt, muss der junge Franz Huchel sein beschauliches Heimatdorf am Attersee verlassen und nach Wien in die Lehre gehen. Sein Lehrherr Otto Trsnjek ist Trafikant, also Händler für Rauchwaren und Zeitschriften. Doch Franz lernt in dem lebhaften Wiener Viertel nicht nur das Handelswesen kennen, sondern auch Anezka, eine hübsche junge Varietétänzerin, die dem Bübchen vom Land mächtig den Kopf verdreht. Zum Glück zählt ein echter Experte für Liebesfragen zu den Stammkunden in Trsnjeks Tabakgeschäft: Professor Sigmund Freud. Der berühmte Analytiker kann dem hilflosen Romeo trotz des großen Altersunterschiedes so einiges über die Verwirrungen der menschlichen Psyche beibringen. Zugleich setzt eine unheilvolle politische Entwicklung ein. Mit dumpfen Parolen und brutaler Gewalt drängen sich die Nazis in den Alltag der Wiener. Auch vor dem unscheinbaren Laden des Trafikanten Trsnjek macht ihr Hass nicht halt.

 

So. 28.04., Mo. 29.04., Mi. 01.05.  

Regie: Oliver Haffner
Mit Johannes Zeiler, Peter Jordan, Florian Brückner, Anna Maria Sturm, Fabian Hinrichs, D 2018, 123 Min.

Schön ist es in der Oberpfalz, aber mehr auch nicht. Mit landschaftlichen Reizen alleine kann man heute, 1981, keine wirtschaftliche Zukunft mehr aufbauen und die jungen Menschen nicht in der Region halten. Das weiß auch Landrat Hans Schuierer von der SPD. Deshalb ist er sofort begeistert, als ihm der Staatsminister für Umweltfragen ein industrielles Großprojekt für die Oberpfalz vorschlägt. Eine blitzsaubere Sache soll das sein, High-Tech, alles in weißen Kitteln, und mindestens 3000 neue Arbeitsplätze. Endlich eröffnen sich neue Perspektiven für die vom Fortschritt abgehängte Provinz. Erst später, Schritt für Schritt, erfährt Landrat Schuierer, was ihm der Herr Staatsminister vorsichtshalber verschweigt: die Risiken der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage für nukleare Kernbrennstoffe. Und dann steckt er mitten drin in dem Kampf David gegen Goliath; in der Machtprobe zwischen den Menschen von Wackersdorf und dem Bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß.

 

So. 05.05., Mo. 06.05., Mi. 08.05.

Regie: Wolfgang Fischer
Mit Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Felicity Babao, D/A 2018, 94 Min.

Die Notärztin Rike aus Köln nimmt sich eine Auszeit. Die erfahrene Seglerin will von Gibraltar aus nach Ascension segeln, 5000 Kilometer alleine über den Atlantik. Sucht sie die Einsamkeit, das Naturerlebnis oder das Abenteuer? Einen heraufziehenden Sturm, vor dem sie von der Crew eines Containerschiffs gewarnt wurde, meistert Rike ohne ernste Probleme. Doch kurz darauf entdeckt sie einen havarierten Fischtrawler, der mit afrikanischen Flüchtlingen überfüllt ist. Die Küstenwache, die sie per Funk alarmiert, verspricht ihr Hilfe und befiehlt ihr zugleich, sich dem Trawler nicht weiter zu nähern. Je länger Rike auf die Hilfe wartet, desto dringlicher wird ihr Dilemma. Ihr eigenes Boot würde kentern, wenn sie die Flüchtlinge selbst aufnehmen wollte. Doch als Ärztin kann sie es nicht ertragen, Menschen in Not ihrem Schicksal zu überlassen.

 

So. 12.05., Mo. 13.05., Mi. 15.05.

Regie: Warwick Thornton
Mit Hamilton Morris, Natassia Gorey Furber, Sam Neill, Bryan Brown, Thomas M. Wright, Ewen Leslie, Gibson John, AUS 2017, 113 Min.

Das australische Outback in den 1920er Jahren. Der Aborigine Sam Kelly arbeitet für den gutmütigen und gottesfürchtigen Prediger Fred Smith. Nur zögerlich verleiht Smith ihn an den neuen Nachbarn Harry Marsh, denn dieser ist durch seine Kriegsjahre in den Schützengräben Europas roh und unberechenbar geworden. Schnell bekommt Sam die Verachtung des weißen Kriegsveteranen zu spüren, die besonders dann zum Ausbruch kommt, wenn Marsh zum Alkohol greift. Als die Situation eskaliert, gibt es bald keinen Ausweg mehr. Sam Kelly muss mit seiner Frau in die Wildnis fliehen. Dem Suchtrupp von Sergant Fletcher, der ihm als vermeintlichem Mörder nachstellt, gehört zunächst auch Fred Smith an.
Ein außergewöhnlicher Western, der bei den Filmfestspielen von Venedig den Spezialpreis der Jury gewann.

 

So. 19.05., Mo. 20.05., Mi. 22.05.

Regie: Marcel Gisler
Mit Max Hubacher, Aaron Altaras, Andreas Matti, Jessy Moravec, CH 2018, 124 Min.

Mario ist ein sogenannter Perspektivspieler. Er kickt bei der U-21 der Young Boys Bern, will in der nächsten Saison den Sprung in die Profimannschaft schaffen und von dort aus in die Bundesliga. Doch das ist ein weiter und harter Weg, den natürlich auch andere gehen wollen. Sein neuer Sturmpartner Leon zum Beispiel. Er kam aus Hannover in die Schweiz und entpuppt sich für Mario als ernsthafter Konkurrent. Damit sie auf dem Platz besser harmonieren, beziehen die beiden Nachwuchsspieler auf Anweisung des Trainers eine gemeinsame Wohnung. Schon bald klappt das Zusammenspiel von Mario und Leon hervorragend. Allerdings nicht nur auf dem Platz. Und das hat Folgen. Als der Vereinsführung klar wird, dass ihr neues Sturmduo ein Liebespaar ist, kennt sie keine Kompromisse. Fans, Sponsoren und die anderen Spieler dulden keine Homosexualität. Mario und Leon müssen sich entscheiden: für die Karriere oder für die Liebesbeziehung.

 

So. 26.05., Mo. 27.05., Mi. 29.05.

Regie: Pernille Fischer Christensen
Mit Alba August, Maria Bonnevie, Trine Dyrholm, Björn Gustafsson, Magnus Krepper, Henrik Rafaelsen, S/DK 2018, 123 Min.

Ein Energiebündel ist die kleine Astrid Ericsson schon als Kind. Ständig in Bewegung, ständig voller Ideen, da können die liebevollen aber strengen Eltern im idyllischen Småland kaum mithalten. Zum Glück kann sie kurz nach der Schule, noch keine 18 Jahre alt, als Praktikantin bei der kleinen Regionalzeitung anfangen. Die fröhliche und zugewandte junge Frau gewinnt schnell das Herz des Herausgebers Blomberg und verfällt seinem Charme. Dass sie daraufhin unverheiratet schwanger wird, ist allerdings auch im Schweden der 1920er Jahre des Guten zuviel. Astrid muss ihre heile Welt verlassen, bringt ihren Sohn Lasse in Kopenhagen zur Welt und ist anschließend gezwungen, ihn der Pflegemutter Marie zu übergeben. In Stockholm hält sie sich finanziell gerade so über Wasser und spart alles für die Reisen zu Marie und ihrem Sohn. Lasse hat sich inzwischen so sehr an seine Pflegemutter gewöhnt, dass Astrid Angst hat, die Verbindung zu ihm zu verlieren. Als Marie schwer erkrankt, muss Astrid den Jungen zu sich holen. Und um das Vertrauen ihres Sohnes zurück zu gewinnen, erfindet sie Geschichten für ihn. Das klappt ziemlich gut.

 

So. 02.06., Mo. 03.06., Mi. 05.06.

Regie: Jesse Peretz
Mit Ethan Hawke, Rose Byrne, Chris O’Dowd, Lily Newmark, Megan Dodds, USA/GB 2018, 105 Min.

Das britische Seebad Sandcliff ist nicht unbedingt der Nabel der Musikwelt. Hier lebt Annie Platt gemeinsam mit ihrem Freund Duncan. Dessen größte Liebe ist aber nicht unbedingt Annie, sondern der amerikanische Popmusiker Tucker Crowe. Duncan verehrt diesen mysteriösen Künstler sehr, vielleicht auch, weil Crowe schon vor einiger Zeit verschwunden ist. Die Bewunderung für seine Musik hält Duncan mit dem von ihm betriebenen Internetforum wach. Eines Tages flattert ihm eine CD mit den unbearbeiteten Uraufnahmen des letzten Tucker-Crowe-Albums „Juliet“ ins Haus. Während Duncan die rohen Versionen zutiefst bewundert findet Annie sie nur langweilig. Auf ihre kritischen posts im Internet erhält sie überraschend Antwort: von Tucker Crowe persönlich. So entwickelt sich ein Schriftwechsel, der in einem denkwürdigen Besuch des Pop-Mysteriums in Sandcliff gipfelt.
Stil- und humorvolle Verfilmung des Romans von Kultautor Nick Hornby.

 

So. 16.06., Mo. 17.06., Mi. 19.06.

Am letzten Termin des Halbjahresprogramms zeigt das Filmforum Herne einen aktuellen Oscarpreisträger. Um welchen Film es sich genau handeln wird, entscheidet sich also erst nach der Preisverleihung. Der Titel des ausgewählten Films wird in der Tagespresse, bei der Filmwelt Herne und auf der Internetseite der VHS Herne bekannt gegeben. Lassen Sie sich überraschen!

 

Ihre Ansprechpartnerin

Angelika Mertmann
02323 / 16-1507
angelika.mertmann@herne.de

Volkshochschule der Stadt Herne

Wilhelmstr. 37 | 44649 Herne
Tel: 02323 / 16-1643
Fax: 02323 / 16-12339255
E-Mail: vhs@herne.de

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08.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr

Freitag
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