Filmforum / Galerie

Die VHS-Galerie

im Haus am Grünen Ring in Wanne

Die VHS-Galerie ist die Ausstellungsmöglichkeit für Herner Künstlerinnen und Künstler - und dies bereits seit den 1960er Jahren. Darüber hinaus bietet die Galerie eine Plattform für die Künstlerinnen und Künstler der Region, die sich Herne verbunden fühlen. Ausstellungen zum Thema Fotografie sind ein zusätzlicher inhaltlicher Schwerpunkt.

Die Ausstellungsmöglichkeit ist bis auf einige wenige Ausnahmen - aktiv arbeitenden Künstlern vorbehalten. Pro Jahr zeigt die VHS-Galerie vier Ausstellungen. Die Ausstellungsräume bieten mit circa 60 Metern Wandlänge genug Platz, um einen Überblick über ein Schaffen zu geben oder auch, um Gruppenausstellungen zu zeigen. Eine große Anzahl Wechselrahmen unterschiedlicher Größe macht es möglich, ein einheitliches Auftreten zu gestalten.

Die VHS-Galerie
Haus am Grünen Ring, Herne-Wanne
Wilhelmstraße 37

Ausstellungen in diesem Semester

Eröffnung der Ausstellung: 22. Februar, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 22. Februar bis 12. April 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

lilasART steht für kreatürliches Gestalten und visuelle Interaktion in der Farbgestaltung und Farbwahrnehmung.
In einem Hinterhof in Wanne hat sich Cara Lila Bauer ihr Atelier eingerichtet. In Räumlichkeiten, die schon einmal einem anderen Wanner Künstler - Edmund Schuitz - als Wirkungsstätte gedient hatten. Informelle und figürliche Malerei sowie Collagen, Assemblagen und Druckgrafiken sind die künstlerischen Mittel von Cara Lila Bauer. Ihre Werke entstehen durch serielles Arbeiten, durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes oder Themas. Die Farbigkeit wird zu einem der Kommunikatoren für den Informationsgehalt der Bilder.

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 3. Mai, 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 03.05. bis 14.06.2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Reiner Glebsattel lebt und arbeitet als Künstler in Herne. Hier ist er sowohl im angewandten Bereich als Grafik-Designer tätig gewesen als auch immer schon als freier Künstler. Als Künstler in Herne war es für ihn wichtig, im Jahr 1990 als Gründungsmitglied den Herner Künstlerbund mit zu initiieren, von 2007 bis 2016 leitete er diesen als Vorsitzender.
Zu sehen sind in der VHS-Galerie freie Grafiken wie Siebdrucke, Zeichnungen, Tusche- und Fotoarbeiten, Computergrafiken, sowie Auftragsarbeiten wie Plakete, Kataloge und Buchillustrationen aus der Zahnmedizin.

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 26. Juni, 12.00 Uhr

Ausstellunsdauer: 26. Juni bis 24. Juli 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Die Jugendwerkstatt der Jugendkunstschule Wanne-Eickel e. V. präsentiert bei der VHS-Werkschau 2019 freie Arbeiten mit dem Thema "Mensch abstrakt". Dabei setzen sich die Jugendlichen und ihre Werkpädagog*innen künstlerisch mit dem menschlichen Körper, den Sinnen, Gefühlen und Gewohnheiten auseinander. Entstanden sind expressive, abstrakte und lebendige Exponate, die das Motiv Mensch in seiner Komplexität darstellen und innere Bilder sichtbar machen.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 30. Juli, 12.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 30. Juli bis 28. August 2019
Ausstellungsort: Haus am Grünen Ring, Wilhelmstr. 37, 44649 Herne

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kunstkurses von Rob Leuchtenberger stellen vor, was in den letzten Semestern entstanden ist. Auch Werke des Dozenten werden zu sehen sein.

 

Filmforum der VHS-Herne

Seit 1979 gibt es diese Einrichtung bei der VHS. Seit dieser Zeit wurde das Filmforum von Hartmut Kaminski, Filmregisseur aus Düsseldorf, betreut. Nach dem Tod von Hartmut Kaminski übernahm der Filmwissenschaftler Dr. Martin Hellmold 2016 diese Aufgabe. Zusammen mit cineastisch interessierten Vertretern der unterschiedlichen Parteien wählt der Filmbeirat zweimal im Jahr Filme aus, die in das Programm des Filmforums aufgenommen werden. Dies sind in erster Linie keine Mainstream-Filme, d. h. es stehen solche Filme im Vordergrund, die einen besonderen Anspruch erfüllen. Filme, die im „normalen“ Kinoprogramm gar nicht oder nur kurz gezeigt würden, kommen so nach Herne und können von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesehen werden.

Es werden im Jahr ca. 35 Filme gezeigt. Durch die seit 2005 stattfindende Zusammenarbeit mit der „Filmwelt Herne“ ist es möglich, die Filme je dreimal pro Woche, sonntags, montags und mittwochs, zu zeigen. Die sehr gute Kooperation hat auch den Vorteil, Filme nun in einer hervorragenden Qualität in toller Kinoatmosphäre genießen zu können.

Filmwelt Herne
Berliner Platz 7 - 9
44623 Herne
Telefon: 0 23 23 / 14 77 70

Das aktuelle Kinoprogramm

So. 08.09., Mo. 09.09., Mi. 11.09.

Regie: Barry Jenkins
Mit Kiki Layne, Stephan James, Regina King, Teyonah Parris, Colman Domingo, Michael Beach, Dave Franco, USA 2018, 119 Min.

Clementine und Alfonso, genannt Tish und Fonny, die in den 1970er Jahre in Harlem leben, sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich und seit Jahren ein Paar. Als Tish ihrem Freund mitteilt, dass sie schwanger ist, kann sie das jedoch nur durch eine Glasscheibe tun. Denn der junge Afro-Amerikaner ist unschuldig angeklagt, eine Einwanderin aus Puerto Rico vergewaltigt zu haben. Tish kann Fonny zwar ein Alibi geben, weil er zur Tatzeit mit ihr und einem Freund zusammen war. Aber die Aussage einer Schwarzen hat in den USA 1974 vor Gericht nicht viel Gewicht, und der Freund, Daniel, war gerade erst selbst im Gefängnis und kann vom weißen Staatsanwalt leicht unter Druck gesetzt werden. Obwohl nur wenig Hoffnung besteht, dass der werdende Vater bald aus der Haft entlassen werden könnte, freuen sich Tish und Fonny auf ihr Baby. Auch angesichts eines rassistischen Justizapparats wollen sie den Glauben an ihre Liebe nicht aufgeben.

So. 15.09., Mo. 16.09., Mi. 18.09.

Regie: Benedikt Erlingsson
Mit Halldora Geirhardsdottir, Johann Sigurdason, David Por Jonsson, Omar Gudjonsson, IS/F/USA 2018, 101 Min.

Die Mitvierzigerin Halla führt in einer kleinen isländischen Stadt ein scheinbar zufriedenes Leben. Sie leitet einen stimmgewaltigen Chor, lebt in einem hübschen kleinen Haus und kann, wie ihre ebenfalls sehr selbstbewusste Zwillingsschwester Asa, bestens ohne Partner auskommen. Doch zwei Geheimnisse verbergen sich hinter dieser Fassade. Halla hätte gerne ein Kind, weshalb sie schon vor Jahren einen Antrag bei einem Adoptionsbüro gestellt hat. Und Halla kämpft heimlich gewaltsam gegen die Zerstörung der Umwelt. Ihr erklärter Gegner ist eine Aluminiumhütte in den Weiten des Hochlandes, deren Stromversorgung sie mit Hilfe von Pfeil und Bogen sabotiert. Für diese Einsätze benötigt sie neben perfekter Planung und dem Mut zum kompromisslosen Handeln auch große körperliche Fitness, denn nach einem geglückten Anschlag muss sie den Suchtrupps der Polizei entkommen. Kurz bevor die resolute Isländerin zu einer letzten Aktion aufbrechen will, bietet sich ihr unerwartet die Möglichkeit, ein ukrainisches Mädchen zu adoptieren.

So. 22.09., Mo. 23.09., Mi. 25.09.

Regie: Jacques Audiard
Mit John C. Reilly, Joaquin Phoenix, Jake Gillenhaal, Riz Ahmed, Rutger Hauer, Carol Kane, F/ES/RO/USA/B 2018, 121 Min.

Oregon im Jahre 1851, der Zeit des großen Goldrausches. Die ungleichen Brüder Eli und Charlie Sisters stehen in Diensten des „Commodore“, eines wohlhabenden Grundbesitzers, der sich als Herrscher über diese Region des Wilden Westens versteht. Die Aufträge, die Eli und Charlie von ihm erhalten, sind meist nur mit dem Schießeisen zu lösen. Während Charlie damit kein Problem hat, zweifelt Eli, der ältere der Brüder, zunehmend an dem Sinn dieses gottlosen Lebens und würde am liebsten aussteigen. Derzeit sollen sie für ihren Auftraggeber den Chemiker Hermann Kermit Warm aufspüren, der eine Erfindung zur Erleichterung des Goldsuchens gemacht haben soll. An der Suche beteiligt sich auch der Privatdetektiv John Morris. Als dieser den Chemiker kennen lernt, lässt er sich von dessen Begeisterung für sozialistische Gemeinschaftsideale anstecken und beginnt, mit Warm gemeinsame Sache zu machen.

So. 29.09., Mo. 30.09., Mi. 02.10.

Regie: Wash Westmoreland
Mit Keira Knightley, Dominic West, Fiona Shaw, Robert Pugh, Denise Gough, GB/USA 2018, 111 Min.

Die junge Französin Gabrielle Colette wurde zwar in der Provinz geboren, will aber ganz bestimmt nicht dort versauern. Als Sprungbrett in die ersehnte Metropole an der Seine bietet sich Willy an, ein nicht mehr ganz junger Schriftsteller und Lebemann, der sich nur zu gerne mit einer hübschen Frau schmücken möchte. Doch schnell stellt sich heraus, das Gabrielle viel mehr ist als nur eine niedliche Begleiterin. Sie will das Leben in Paris in vollen Zügen genießen und dabei auch ihre Fähigkeiten zur Geltung bringen. Denn im Gegensatz zu Willy kann Gabriele richtig gut schreiben. Ihr erstes Buch, das unter seinem Namen veröffentlicht wird, ist ein Skandal und deshalb natürlich auch ein Bestseller. Willy lässt sich als der große Autor feiern, und seine kleine Frau darf artig sagen, dass sie auch einen Beitrag dazu geleistet hat. Bis sie endlich aus seinem Schatten tritt.

So. 06.10., Mo. 07.10., Mi. 09.10.#

Regie: Hirokazu Kore-eda
Mit Lily Franky, Sakura Ando, Mayu Matsuoka, Kilin Kiki, Kairi Jyo, Miyu Sasaki, JAP 2018, 121 Min.

Im ärmlichen Haus der Großmutter Hatsue lebt eine merkwürdige Familie. Die erwachsene Nobuyo arbeitet in einer Wäscherei, die jüngere Aki verdient in einer eigenartigen japanischen Peepshow etwas dazu. Der Mann der Familie, Osamu, sorgt als Ladendieb für Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs. Dem 12jährigen Shota bringt er das Stehlen bei. Auf dem Nachhauseweg entdecken die Beiden die kleine Yuri, die von ihrer Mutter in der kühlen Nacht auf dem Balkon ausgesperrt wurde. Sie nehmen das hungrige Mädchen mit und versorgen es mit Essen. Als sie Yuri spät abends zurückbringen wollen, hören sie aus der Wohnung ihrer Mutter einen heftigen Streit und beschließen, das schlafende Kind erst mal bei sich zu behalten. Das sei keine Entführung, schließlich verlange man kein Lösegeld und Yuri wolle auch gar nicht zurück. Als dann im Fernsehen nach dem Kind gesucht wird, ist es für einfache Ausreden zu spät.

So. 13.10., Mo. 14.10., Mi. 16.10.

Regie: Björn Runge
Mit Glenn Close, Jonathan Pryce, Max Irons, Christian Slater, Annie Stark, Harry Lloyd, GB/S/USA 2017, 100 Min.

Voller Spannung erwartet der amerikanische Schriftsteller Joe Castleman den Morgen der Bekanntgabe des Literaturnobelpreises 1992. Werden seine großen Erwartungen diesmal erfüllt oder wird er eine Enttäuschung erleben? Als dann tatsächlich der ersehnte Anruf aus Stockholm kommt, führt er gemeinsam mit seiner langjährigen Ehefrau Joan einen Freudentanz auf. Auf der Reise nach Schweden, die sie bald gemeinsam antreten, ist die öffentlich sichtbare Rollenverteilung eindeutig: Joe ist der hochverehrte Meisterautor, der im Mittelpunkt des Medieninteresses steht, während Joan daneben nur Beiwerk ist, nur das Gesamtbild vervollständigt und bestenfalls als seine Assistentin angesehen wird. Doch entspricht diese Vorstellung wirklich dem Anteil, den sie am künstlerischen Werk ihres Mannes hat? Als Studentin war sie selber drauf und dran, eine literarische Karriere einzuschlagen. Allerdings war eine bedeutende Autorin in der Männerwelt der Hochliteratur nicht vorgesehen. Erst angesichts der Ehrung, die ihr Mann in Stockholm erfährt, wird Joan in vollem Umfang bewusst, wie sehr sie ihr Talent in dessen Dienst gestellt hat.

 

So. 20.10., Mo. 21.10., Mi. 23.10.

Regie: Joel Edgerton
Mit Lucas Hedges, Nicole Kidman, Joel Edgerton, Russell Crowe, Xavier Dolan, USA/AUS 2018, 115 Min.

Der 19-jährige Jared wächst in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Arkansas auf. Seine Familie ist tief religiös, sein Vater Marshall ist Prediger einer Baptistengemeinde. Jared weiß, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt, aber seine Verunsicherung darüber ist groß. Als er von seinem College-Schwarm Henry vergewaltigt wird, gesteht er seinen Eltern seine sexuellen Neigungen. Für den Vater ist Homosexualität eine unnatürliche Sünde. Er überredet Jared zur Teilnahme an einer Umerziehungstherapie, die von der christlichen Organisation „Love in Action“ angeboten wird. In dem Camp, das von dem Therapeuten Victor Sykes geleitet wird, soll Jared gemeinsam mit anderen jungen Männern ihr sündiges Verlangen ausgetrieben werden. Auf die teilweise brutalen und unterdrückenden Methoden reagieren die Jungen höchst unterschiedlich. Sein Schicksalsgefährte Gary gibt Jared den Tipp, die gewünschte Rolle einfach mitzuspielen, weil es so am einfachsten sei, wieder entlassen zu werden. Jareds Widerstandsgeist ist jedoch stärker, als es anfangs scheint.

So. 27.10., Mo. 28.10., Mi. 30.10.

Regie: Clint Eastwood
Mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Taissa Farmiga, Alison Eastwood, Michael Pena, Andy Garcia, USA 2018, 116 Min.

Der einstmals erfolgreiche Zierpflanzenzüchter Earl Stone steht vor dem Ruin, weil er es verpasst hat, sein Geschäft auf das Zeitalter des Internets auszurichten. Auch mit seiner Familie, der Ehefrau Mary und der Tochter Iris, hat es der selbstverliebte Sturkopf verpatzt. Auf einer Familienfeier, zu der er halb aus Trotz, halb aus Reue erscheint, spricht ihn ein junger Mann an, der sich von Earls reicher Erfahrung als fahrender Händler beeindruckt zeigt. Ob er nicht viel Geld verdienen wolle, einfach nur mit Fahren? Selbst der schon etwas senil erscheinende Earl versteht, dass bei diesen Fahrten wohl auch etwas transportiert werden müsste. Etwas, das den Lohn wert ist. Doch das Angebot kann Earl nicht ablehnen. Schließlich hat er für Geld durchaus Verwendung und sonst nicht mehr viel zu verlieren. Und so sieht man ihn schon bald kreuz und quer durch die Weiten der südlichen USA chauffieren, wie ein Rentner, der noch einmal den Traum von Freiheit erleben will, nur mit ein paar Kilo Drogen im Kofferraum.
Mit „The Mule“ hat sich der Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood mit 88 Jahren ein letztes (?) Denkmal gesetzt: Als störrischer, schlitzohriger, alter „Esel“ mit unverwechselbarem Charme.

So. 03.11., Mo. 04.11., Mi. 06.11.

Regie: Adam McKay
Mit Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell, Sam Rockwell, Alison Pill, USA 2018, 132 Min.

Wenn sich ein Politiker selbst als das böse Genie in der Ecke bezeichnet, das keiner je sieht, dann ist wohl klar, worum es ihm eigentlich geht: um Macht. So einer ist Dick Cheney. Der passionierte Angler liebt es, Menschen zu führen, bis sie ohne es zu bemerken am Haken zappeln. Unterstützt von seiner resoluten Gattin Lynne arbeitet sich der Republikaner in Washington Schritt für Schritt nach oben. Erst Mitarbeiter Nixons, dann Bürochef von Gerald Ford und schließlich Verteidigungsminister unter George Bush Senior. Genug für ein Politikerleben, sollte man meinen. Doch als dann die Präsidentschaft des Juniors vor der Tür steht, George W. Bush, spürt Cheney instinktiv, dass er an der Seite dieses Greenhorns mehr Macht anhäufen kann, als je zuvor.
Die zunehmende Spaltung der amerikanischen Gesellschaft, das Chaos im Nahen Osten, der radikale Anti-Terror- Kampf, diese Kennzeichen der heutigen USA sind auch eine Folge der Politik von Dick Cheney. „Vice“ ist zur einen Hälfte ein historisches Drama und zur anderen eine komödiantische Realsatire, die nicht zuletzt die Frage im Blick hat, wie es zu einem Präsidenten Donald Trump kommen konnte.

So. 10.11., Mo. 11.11., Mi. 13.11.

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Mit David Kross, Freya Mavor, John Henshaw, Gary Lewis, D/GB 2018, 120 Min.

Der Wehrmachtssoldat Bernd Trautmann ist in einem Lager in England interniert. Bei einem Fußballspiel unter deutschen Kriegsgefangenen wird Jack Friar auf sein Talent als Torwart aufmerksam. Als Trainer des Provinzclubs St. Helens kann Jack einen guten Keeper dringend gebrauchen. Deshalb wagt er den Versuch, ihn bei seiner Mannschaft als „Bert“ zwischen die Pfosten zu stellen. Vorsichtshalber verschweigt er Berts Herkunft und lässt ihn starke Heiserkeit vortäuschen. Die Teamkollegen sind aber skeptisch und haben den „Kraut“ schnell enttarnt. Die Feindseligkeit, mit der er nun betrachtet wird, kann Trautmann nur durch seine herausragende Leistung und durch seine Zuverlässigkeit Schritt für Schritt aufbrechen. Doch auch Bert ist kein Superman. Die Erinnerungen an seine Kriegseinsätze verfolgen ihn. Fußball kann da ein bisschen helfen. Noch mehr aber kann es Margaret, die Tochter des Trainers, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Und dann will der Erstligaclub Manchester City den Deutschen verpflichten.

So. 17.11., Mo. 18.11., Mi. 20.11.

Regie: Nadine Labaki
Mit Zain Al Rafeea, Yordanos Shifera, Boluwatife Treasure Bankole, Kawthar Al Haddad, LIB 2018, 123 Min.

Schon als zehnjähriger Junge ergreift Zain die Flucht. Nicht vor Krieg und Gewalt, sondern vor der Armut und der Unwürdigkeit dessen, was sein Elternhaus sein sollte. Tatsächlich ist es ein Bretterverschlag in einem Elendsviertel Beiruts, mit Eltern, die sich nicht um die Kinder sorgen, den Kleinsten stattdessen lieber an die Kette legen und die von Zain so innig geliebte Schwester mit ihrem Vermieter verheiraten. Seine Odyssee durch die Hauptstadt des Libanon scheint eine positive Wendung zu nehmen, als Zain die junge Immigrantin Rahil trifft, die ihm trotz eigener Armut so etwas wie ein Zuhause gibt. Doch eines Tages ist Rahil verschwunden und Zain bleibt mit ihrem Baby allein zurück.
„Capernaum“ bedeutet „Chaos“. Die libanesische Regisseurin Nadine Labaki richtet in ihrem vielfach preisgekrönten Drama den Blick auf die größten Verlierer des Nahost-Konflikts und der Globalisierung: die Kinder in den unmittelbaren Krisengebieten.

So. 24.11., Mo. 25.11., Mi. 27.11.

Regie: Jia Zhangke
Mit Zhao Tao, Liao Fan, Zheng Xu, Casper Liang, PRC/F 2018, 141 Min.

Die chinesische Provinx Shanxi zu Beginn dieses Jahrtausends. Um ihren Geliebten, den Gangsterboss Bin, gegen den Angriff einer konkurrierenden Gang zu schützen, greift sich Qiao dessen Pistole und schießt in die Luft. Es kommt zwar niemand zu Schaden, aber die junge Chinesin muss wegen unerlaubten Waffenbesitzes für fünf Jahre hinter Gittern. Nie wäre sie darauf gekommen, Bin als eigentlichen Eigentümer der Schusswaffe zu verraten. Obwohl ihr Lover sie kein einziges Mal im Gefängnis besucht, hofft sie, dass er ihr gegenüber genau so loyal gewesen ist. Nach der Entlassung macht sie sich auf die Suche nach Bin. Aber der aufblühende Kapitalismus hat das Land verändert, und es fällt Qiao nicht leicht, sich zurecht zu finden. Auch Bin ist ein anderer geworden. Der Gangster hat sich in einen erfolgreichen Geschäftsmann verwandelt. Und treu geblieben ist er der Frau, die für ihn ihre Freiheit geopfert hat, schon mal gar nicht.

So. 08.12., Mo. 09.12., Mi. 11.12.

Regie: Sherry Hormann
Mit Almila Bagriacik, Rauand Taleb, Meral Perin, Mürtüz Yolcu, Armin Wahedi, D 2019, 97 Min.

Gegen ihren Willen wird die 16-jährige Aynur aus Berlin mit ihrem älteren Cousin in Istanbul verheiratet. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann zurück nach Berlin, wo sie ihren Sohn Can zur Welt bringt. Ihre Familie missbilligt, dass sie ihren Mann verlassen hat und nimmt Aynur nur widerwillig auf. Deshalb flüchtet die junge Mutter ein weiteres Mal, wohnt zunächst in einem Heim und dann in einer kleinen Wohnung in Kreuzberg. Aynur will endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie macht die Schule nach und beginnt eine Ausbildung, aber es fällt ihr schwer, sich auch emotional ganz von ihrer Familie zu lösen. Besonders für ihre Brüder stehen jedoch die traditionellen Regeln des Patriarchats über allem.
Am 7. Februar 2005 wurde in Berlin die Deutschtürkin Hatun Aynur Sürücu von ihrem Bruder auf offener Straße erschossen. „Nur eine Frau“ erzählt ihre Geschichte und gibt ihr eine Stimme, die sie nie hatte.

So. 15.12., Mo. 16.12., Mi. 18.12.

Regie: Nora Fingscheidt
Mit Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide, Lisa Hagmeister, Melanie Straub, Victoria Trauttmansdorff, Maryam Zaree, Tedros Teclebrhan, Matthias Brenner, D 2019, 110 Min.

Die 9jährige Benni kann ihre plötzlich auftretende Aggression nicht kontrollieren. Häufig wird daraus brutale Gewalt, die sie gegen sich selbst und gegen andere richtet. Die Mutter liebt ihr Kind, kann es aber trotzdem nicht zuhause bei den zwei Geschwistern behalten. Obwohl Benni am liebsten bei ihrer Mutter bleiben würde, wird sie von Kindereinrichtungen zu Pflegefamilien herumgereicht, ohne dass sich jedoch eine Besserung einstellt. Auch die einfühlsame Frau Bafane? vom Jugendamt hat wenig Hoffnung in neue Therapien oder medikamentöse Lösungen. Sie weiß mitunter keinen Rat mehr. Bennis neuer Schulbegleiter Micha, ein Anti-Gewalt-Trainer für straffällige Jugendliche, versucht es mit einer mehrwöchigen Waldtherapie in einer einsamen Hütte. Denn die Alternativen werden knapp. Wenn Benni keinen stabilen Heimplatz findet, bleibt irgendwann nur noch die geschlossene Anstalt.

Ihre Ansprechpartnerin

Angelika Mertmann
02323 / 16-1507
angelika.mertmann@herne.de

Volkshochschule der Stadt Herne

Wilhelmstr. 37 | 44649 Herne
Tel: 02323 / 16-1643
Fax: 02323 / 16-12339255
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