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Transit

21.10., 22.10., 24.10.2018

Regie: Christian Petzold
Mit Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Barbara Auer, Matthias Brandt, D/F 2018, 102 Min.

Georg ist auf der Flucht. Als blinder Passagier reist er im Güterzug von Paris nach Marseille, denn die Deutschen haben mit ihren „Säuberungen“ begonnen. In der südfranzösischen Hafenstadt bleiben ihm nur wenige Wochen, um auf eines der letzten Schiffe zu gelangen, die aus dem besetzten Europa in die Freiheit fahren. Seine Chancen auf die benötigten Visa erhöhen sich, als er beginnt, sich als der bekannte Schriftsteller Weidel auszugeben. Dass Weidel tot ist, weiß nur Georg. Und er weiß auch, dass Weidel in Marseille seine Frau Marie treffen wollte. Als Georg erkennt, dass die traurige Unbekannte, die er zufällig kennen gelernt hat, jene Marie ist, gerät er in eine Zwickmühle. Wenn er sich selbst retten will, muss er Marie belügen. Doch würde sie ihn jemals lieben könne, wenn sie die Wahrheit wüsste?
Christian Petzolds Film ist ein faszinierendes Experiment von hoher Aktualität. Die Romanvorlage von Anna Seghers, die im besetzten Frankreich während des Zweiten Weltkriegs spielt, wurde im Marseille der Gegenwart verfilmt. So verbinden sich die Migrationsbewegungen von Jetzt und Einst zu einer transhistorischen Parabel über das Menschsein im Stadium der Heimatlosigkeit.